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10.08.2011

20:04 Uhr

Sicherheitslücke bei Mobiltelefonen

Deutsche Hacker knacken mobiles Internet

VonFidelius Schmid

ExklusivEine Berliner Sicherheitsfirma hat eine Technik entdeckt, mit der E-mails von Mobiltelefonen ausspioniert werden können. Der Chef des Unternehmens kritisiert die Sicherheitsvorkehrungen für deutsche Mobilfunknetze.

DasIPhone mit deutschem Menü. Quelle: dpa

DasIPhone mit deutschem Menü.

Ein Berliner Sicherheitsunternehmen hat die Internet-Verschlüsselung für Handys geknackt. "Wir sind in der Lage, mit unserer Technik GPRS-Datenkommuniukation im Umkreis von fünf Kilometern abzufangen", sagte Karsten Nohl, Chef der Berliner Sicherheitsfirma Security Research Labs, dem Handeslblatt.

Nohl wollte seine Entdeckung am späten Mittwoch Abend auf einer Tagung der Hacker-Vereinigung Chaos Computer Clubs vorstellen. Mit der Technik könnten von Mobiltelefonen versandte E-Mails mitgelesen werden sowie ausspioniert werden, was Handy-Nutzer im Internet tun.

Betroffen sind nach Nohls angaben Nutzer von Handys, die ihre Daten mit dem GPRS-Standard verschicken. Seinen Angaben zufolge sind durch seine Technik auch Industriesteuerungslanagen, Mautsysteme und andere anlagen, die das GPRS-Netz nutzen betroffen. Telefone, die das neuere UMTS-Netz nutzen, sind dagegen sicherer. Allerdings ist das UMTS-Netz besonders außerhalb von Großstädten lückenhaft. Wenn kein UMTS-Netz verfügbar ist, nutzen auch neuere Geräte wie i-Pads und i-Phones das GPRS-Netz und wären nach Nohls Angaben dann angreifbar.

Nohl kritisierte im Gespräch mit dem Handelsblatt die Sicherheitsvorkehrungen für die deutschen GPRS-Netze. "Die Verschlüsselung der deutschen Netze ist sehr schwach", sagte Nohl

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