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11.01.2005

11:45 Uhr

Siemens und Microsoft kooperieren

Starke Allianz für Computer-Telefonie

In einer weltweiten Partnerschaft wollen der weltgrößte Softwareanbieter Microsoft und der Technologiekonzern Siemens nun gemeimnsam Produkte für das Telefonieren via PC vermarkten. Zudem lockt Microsoft mit einem neuen Angebot Oracle-Kunden.

HB MÜNCHEN/SEATTLE. Microsoft verfüge über die Kompetenz im Umgang mit Daten, während Siemens eine große Expertise in den Bereichen Telefonie und Kommunikation habe, sagte eine Sprecherin des Münchener Technologiekonzerns am Dienstag. „Beide Firmen versuchen, diese Dinge zusammenzubringen.“ Dabei gehe es um Produkte für Unternehmenskunden. Siemens habe mit dem US-Softwareriesen bereits die Anwendung „Highpass Openscape“ entwickelt. Nun seien weitere Angebote geplant. Vor allem aber sollten Verkauf und Vermarktung gemeinsam gestärkt werden. Angaben zu finanziellen Details der Zusammenarbeit oder zum erwarteten Marktvolumen machten beide Firmen nicht.

Siemens zufolge ermöglicht die Highpass-Technologie ihren Nutzern, verschiedene Kommunikationswege - E-Mail, Instant-Messenger, Festnetz- oder Mobiltelefon - über ein zentrales Portal zu steuern. Bei Abwesenheit wird ein Anrufer beispielsweise darüber informiert, auf welchem Weg er den Betreffenden am besten erreichen kann.

Parallel versucht Microsoft zudem mit einem Preisnachlass auf eigene Produkte, Kunden des zu von Oracle übernommenen Softwareunternehmens Peoplesoft zu gewinnen. Microsoft teilte am Montag mit, dass Käufer einen 25-prozentigen Softwarerabatt auf die Microsoft-Businesssoftware erhalten. Außerdem erhalten die Käufer im ersten Jahr einen Rabatt von 25 % auf die anfallenden Support-Kosten. Microsoft präsentierte das Angebot der Öffentlichkeit kurz nachdem Oracle den Kauf von Peoplesoft abgeschlossen hat.

Analysten zeigten sich nicht überzeugt vom Erfolg des Microsoft-Angebotes. Der Rabatt sei nicht hoch genug, um neue Kunden für Microsoft zu werben, sagte Jim Shepherd, Vize-Präsident des Marktforschungsunternehmens AMR Research.

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