Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.05.2016

12:52 Uhr

Skullconduct

Anmelden mit dem Schädel

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Kopfform als Passwort: Forscher haben ein biometrisches System entwickelt, bei dem die Beschaffenheit des Schädelknochens eine Rolle spielt. Das System kann zum Beispiel bei Datenbrillen eingesetzt werden.

Forscher haben ein biometrisches System auf Basis der Schädelform entwickelt.

Schädel als Passwort

Forscher haben ein biometrisches System auf Basis der Schädelform entwickelt.

BerlinDer Schädel wird zum Passwort: Forscher aus Süddeutschland haben ein kopflastiges Authentifizierungssystem entwickelt. Skullconduct nutzt die Art und Weise, wie der Schädelknochen ein Schallsignal verändert, als biometrisches Merkmal.

Jeder Schädelknochen hat eine individuelle Form und verändert deshalb auch ein Schallsignal auf eine charakteristische Art und Weise. Das haben die Forscher der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und der Universität Stuttgart eingesetzt, um einen Passwortschutz für Datenbrillen wie Google Glass zu entwickeln.

Vorteil dieses Systems: Die Sensoren, die dafür benötigt werden, sind bereits auf den Brillen vorhanden, nämlich ein Mikrofon und ein Lautsprecher. Dieser Bone Conduction Speaker sitzt im Brillengestell und überträgt den Schall über den Schädelknochen zum Innenohr.

Der Lautsprecher gibt ein Schallsignal mit einem breiten Frequenzspektrum aus. Das Mikrofon nimmt das durch Schädelknochen veränderte Signal auf. „Das aus dem Schädelknochen austretende Tonsignal nutzen wir dann als biometrisches Merkmal“, sagt Andreas Bulling. Daraus werden mit Hilfe von zwei speziellen Rechenverfahren Identifikationsmerkmale extrahiert, aus denen dann ein digitaler Fingerabdruck für die Authentifizierung generiert wird.

Datenbrillen seien in vielen Unternehmen oder Laboren im Einsatz. Oft teilten sich mehrere Nutzer eine Brille, auf der sie vertrauliche Daten speichern. Mit Skullconduct können sie sich bei der Brille anmelden – und da auch noch, ohne die Hände einsetzen müssen, die sie bei der Arbeit nicht frei hätten, „um umständlich ein Passwort einzugeben“, sagt Bulling.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×