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16.05.2012

11:06 Uhr

Social Media

Wie Unternehmen von Facebook profitieren

VonCatrin Bialek, Silke Kersting

Neben kurzweiligem Vergnügen für Privatleute bieten Social Media zunehmend auch Vorteile für Unternehmen. Firmen, die soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ nutzen, können ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Über den wirtschaftlichen Nutzen von Facebook gibt es verschiedene Einschätzungen. AFP

huGO-BildID: 26358248 TO GO WITH US-IT-Internet-IPO-Facebook-Asia,FOCUS by Dan MartinIn this picture taken on May 15, 2012, Thai women walk past a F

Über den wirtschaftlichen Nutzen von Facebook gibt es verschiedene Einschätzungen.

Düsseldorf, BerlinRügenwalder Mühle, der Hersteller von Wurstwaren, setzt auf das Freundeportal Facebook. Für die neue Sorte „Genuss des Jahres 2011“ rekrutierte der Wurstfabrikant Wursttester via Facebook. Zehn Kreationen stellte das Unternehmen auf Facebook vor und bat seine Fans um ihr Votum.

Die Variante „Tomate-Rucola“ bekam die meisten Stimmen - und erschien später sogar in den Supermärkten. Die Möglichkeiten, die sich für Unternehmen auf Netzwerken wie Facebook, Twitter, Xing oder Pinterest bieten, erscheinen grenzenlos. Firmen wie Rügenwalder, Ritter Sport oder McDonald's ermuntern die Internetnutzer, neue Produktvariationen zu kreieren.

Andere wie Starbucks rekrutieren ihre Nachwuchskräfte dort, und wieder andere wie Otto oder Kahla nutzen die Kanäle als Vertriebsweg. Lange galten soziale Medien als lästiges Spielzeug, mit dem Mitarbeiter und Manager ihre Zeit verplemperten und nichts für ihr Unternehmen taten. Damit ist es nun vorbei.

Nach Angaben des Branchenverbands Bitkom setzt inzwischen fast die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland soziale Medien ein. Weitere 15 Prozent haben konkrete Pläne, damit in Kürze zu beginnen. In den Netzwerken finden sie ihre Kunden: So hat Facebook allein in Deutschland in den letzten sechs Monaten fast zwei Millionen neue Nutzer gewonnen und hält damit die Spitzenstellung. #

Social-Media-Tools

Twitter-Beziehungen unter der Lupe

Twiangulate ist ein mächtiges kostenloses Online-Tool für die Analyse von Twitter-Nutzern und ihre Beziehungen. Zwei mögliche Beispielanwendungen: Die Eingabe eines Twitter-Nutzernamens und dem Aufruf des Reiters „Inner circle“ enthüllt in vielen Fällen einige der engsten Vertrauten eines Twitter-Nutzers. Dabei zeigt das Tool diejenigen Twitter-Nutzer an, die selbst am wenigsten Abonnenten (Follower) haben. Der Twitter-Nutzer wird diesen Nutzern also aus gutem Grund folgen.

Eine andere mögliche Anwendung ist das Herausfinden von Schnittmengen. So lassen sich bis zu drei Twitter-Nutzer angeben, um deren Schnittmenge bei Followern und Freunden (gegenseitiges folgen) anzeigen zu lassen.

Twitter für Eilige

Schon die Adresse ist kurz t4bp.com steht für „Twitter for busy People“ – und bietet eine Verdichtung von Tweets an. Nach dem Login via Twitter-Account gibt die Website eine Übersicht über die Twitter-Aktivitäten der Freunde und Interaktionspartner „auf einen Blick“ und chronologisch sortiert. Nun lässt sich schnell mit dem Maus-Cursor über die Nutzer fahren – und so auf einen Blick erfahren, was ihn gerade bewegt. Ein Vorteil: Jeder Nutzer taucht nur ein Mal auf. So werden weniger aktive Nutzer nicht von den sehr aktiven Nutzern verdrängt. Erst ein Klick auf den Benutzernamen enthüllt Details.

URL-Shortener

Auf Twitter sind sogenannte URL-Shortener beliebt. Dabei wird eine Webadresse auf eine Umleitung gekürzt, um Platz zu Sparen – 140 Zeichen sind das Maximum bei Twitter. Eine Kurz-URL sieht dann beispielsweise so aus: http://bit.ly/xpXqOY. Bei Twitter müssen sie seit einiger Zeit die Adressen nicht mehr kürzen – das macht Twitter nach dem Abschicken der Nachricht automatisch.

Sie können den von Twitter verwendeten URL-Kürzer Bit.ly aber dennoch nutzen: Hängen Sie an die Bit.ly-Adresse einfach ein „+“ – und schon sehen Sie Statistiken zur Ihrem Link. Wie viele haben die Adresse aufgerufen, aus welchen Ländern kamen sie, wer hat den Link auf Twitter weiterverbreitet – all das verrät Ihnen Bit.ly durch das Plus-Zeichen am Ende der Adresse. Werden verschiedene Bit.ly-Links für denselben Inhalt aber verschiedene Kanäle generiert, lässt sich messen, welcher davon wie erfolgreich war.

Professionelle Twitter-Suche

Twitter kann ein gutes Recherchetool sein. Twitter selbst ermöglicht eine einfach Volltextsuche über die nach bestimmten Themen oder Hashtags gesucht werden kann. Deutlich mehr bietet das kostenlose Social-Media-Tools Twitterfall. Twitterfall sucht Tweets nach Twitter-Listen und Orten – außerdem lassen sich auch Suchworte ausschließen. Optisch werden die gefundenen Twitter-Nachrichten ansprechend dargestellt – sie fallen wie ein Wasserfall herunter.

Twitter-Clients

Wer Twitter professionell einsetzen möchte, sollte statt des Website-Interfaces einen Twitter-Client wie Tweetdeck oder HootSuit einsetzen. Damit lassen sich unter anderem mehere Accounts gleichzeitig verwalten.

Markenbeobachtung per E-Mail

Mittels Nutshell Mail lässt sich das Gespräch über die eigene Marke in sozialen Netzwerken per E-Mail abonnieren. Das Tool fasst die Gespräche über das eigene Unternehmen oder die eigene Marke auf sozialen Diensten wie Facebook, Twitter und MySpace in einer täglichen E-Mail zusammen.

Facebook-Statistiken

Wenn Sie bei Facebook eine Seite betreiben, gelangen Sie über den Menüpunkt „Statistiken“ am linken Rand zu wertvollen Informationen über Ihre Besucher. Dort sehen sie nicht nur, wie sich die Reichweite ihrer via Facebook verteilten Nachrichten entwickelt, sondern auch, wie viele Nutzer auf Facebook sich über die Inhalte ausgetauscht haben. Das Potential von Facebook sehen dort auch auf einen Blick: Potentiell erreichen Sie nicht nur die Fans ihrer eigenen Seite, sondern auch deren Freunde. Handelsblatt Online hat beispielsweise rund 19.000 Fans auf Facebook. Doch diese Fans haben wiederum rund 4 Millionen Freunde, die potentiell erreicht werden können. Notwendig ist dafür nur, dass die Fans auch Inhalte „liken“ oder teilen. Dann wird der entsprechende Inhalt auch den Freunden dieses Fans angezeigt.

Der Lebensmittelkonzern Nestlé ist mit 250 Markenseiten auf Facebook vertreten. Immerhin zehn Prozent seines Werbebudgets wandern in die neuen Kommunikationskanäle. Dennoch: Obwohl die Unternehmen ihre Budgets für Social Media stetig aufstocken, stellt sich vielen immer wieder die Frage, wie hoch der Nutzen der Freundschaftsnetze wirklich ist.

Hype

Run auf Facebook-Aktien

Hype: Run auf Facebook-Aktien

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Kommentare (1)

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Horst-Jansen

19.06.2012, 16:54 Uhr

(Zitat aus der "Box" des Beitrages: "Fangemeinde aufbauen
Bauen Sie sich systematisch eine eigene Fangemeinde auf, seien Sie im Internet aktiv, begeistern Sie Ihre Kunden."

Stellt sich die Frage, wie eine "Fangemeinde" aufgebaut wird. Hierzu müsste ein entsprechendes Konzept zur Präsenz in Social Media erstellt und umgesetzt werden, wie es im White Paper "Social Media Leitfaden - Social Media in der Unternehmenskommunikation" (Quelle: http://www.pr-gateway.de/download/social-media-leitfaden) beschrieben wird. Hilfreich kann auch ein Social Media Newsroom (http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media_Newsroom) zur Bündelung entsprechender Angebote einer Web-Site sein.

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