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01.03.2004

14:45 Uhr

Softwarehäuser setzen auf den Nachholbedarf bei IT-Investitionen

Hoffnungsträger Mittelstand

Nach Jahren der Investitionszurückhaltung ist in vielen mittelständischen Firmen die Hard- und Software veraltet. Die IT-Anbieter setzen nun auf den Nachholbedarf und schneidern Angebote speziell für diese Klientel.

hiz DÜSSELDORF. In den vergangenen Jahren wurde vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen gespart. Hatten sich viele Firmen in der Zeit des Internetbooms mit den modernsten Rechnern und den innovativsten Programmen versorgt, war ab 2001 Schmalhans der IT-Küchenmeister. Auf der kommenden Cebit setzten deshalb die Hersteller auf den nun entstandenen Investitionsstau. Sie haben für die Kunden aus der mittelständigen Wirtschaft optimierte Programmpakete im Portfolio und wollen sie während der Messe an den Mann bringen.

Die Zuversicht auf einen neuen Boom teilen Experten jedoch nicht. „Die großen Sprünge werden wir in den nächsten Jahren sicher nicht sehen“, dämpft Matthias Zacher vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen META Group in München die Hoffungen. Gerade Firmen mit bis zu 500 Beschäftigten achteten häufig streng auf die Kosten und reizten ihre Systeme bis zum Letzten aus, bevor sie neu investieren. „So lange die Geschäftsabläufe funktionieren, reicht das den Unternehmen“ erklärt Experte Zacher die Grundeinstellung der kleinern Firmen, die oft die EDV nicht als strategisches Werkzeug der Unternehmensentwicklung sehen.

Allerdings glauben die Marktforscher, dass dank der veralteten Infrastruktur 2004 und 2005 die Branche zumindest wieder auf solide Wachstumsraten von etwa fünf und sechs Prozent im deutschen IT-Mittelstandsmarkt hoffen darf. Bewahrheiten sich die Prognosen, werden die deutschen Mittelständler in diesem Jahr 16,5 Milliarden Informationstechnologie stecken.

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