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16.01.2012

17:54 Uhr

SOPA

Murdoch unterstellt Obama Raubkopierer-Sympathien

Heftige Debatte über Urheberschutz im Netz: Ein geplantes Gesetz sieht auch Netzsperren für Anbieter von Raubkopien vor. Barack Obama hält zu den Kritikern, darüber empören sich Verleger wie Rupert Rupert Murdoch.

Verleger Rupert Murdoch: Obama unterstützt Online-Piraten. Reuters

Verleger Rupert Murdoch: Obama unterstützt Online-Piraten.

Washington/BerlinMit harten Bandagen wird in den USA um neue rechtliche Waffen gegen Online-Piraten gestritten. Nach wochenlanger Debatte ergriff jetzt die Regierung von US-Präsident Barack Obama das Wort und wandte sich gegen das Gesetzesvorhaben mit der Bezeichnung „Stop Online Piracy Act“ (SOPA).

Die Verletzung von Urheberrechten auf Webseiten im Ausland sei zwar ein ernstes Problem, das eine Antwort des Gesetzgebers erfordere, heißt es in einem Blog-Beitrag des Weißen Hauses vom Sonntag (Ortszeit). Aber „wir werden kein Gesetz unterstützen, das die Meinungsfreiheit einschränkt, die Risiken der Cyber-Sicherheit erhöht oder die dynamische und innovative Kraft des weltweiten Netzes untergräbt“.

USA: Aktivisten und Google fürchten Netzzensur

USA

Aktivisten und Google fürchten Netzzensur

Zwei Gesetzentwürfe in den USA wollen das Sperren von illegalen Inhalten erleichtern. Kritiker wie Google fürchten, damit werde eine Zensur-Infrastruktur geschaffen. Youtube wäre mit einem solchen Gesetz nie entstanden.

Die klaren Worte sorgten für Unmut beim Chef des News-Corp-Medienimperiums, Rupert Murdoch, der ebenso wie einige andere Medienkonzerne und Verbände SOPA unterstützt. Der 80-Jährige wetterte über den Kurzmitteilungsdienst Twitter, der Präsident der USA unterstütze die Online-Piraten. Dem SOPA-Kritiker Google warf Murdoch vor, bei Urheberrechtsverstößen im Internet („Piracy Leader“) führend zu sein. Als Beleg führte er unter anderem an, dass er bei einer Google-Suche nach „Mission: Impossible“ auch Links gefunden habe, unter denen der neue Film kostenlos zu sehen sein soll. Google profitiere vom Anzeigenverkauf im Umfeld solcher Angebote, argumentierte Murdoch.

Kommentare (4)

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Charly

16.01.2012, 18:06 Uhr

Dieser Mistkerl Murdoch, der andere ausspionieren und abhören lässt erdreistet sich zu solchen Äusserungen. Frecher geht kaum noch.
Hoffentlich betrachtet der bald die Radieschen von unten, - weg mit dem !

GernotMeyer

16.01.2012, 22:25 Uhr

Der Murdoch sieht nicht nur alt aus, offenbar vergreist er auch rapide. Dass er an einem seit langem veralteten Geschäftsmodell festhält und naturgemäss immer weniger Erfolg hat damit , rechtfertigt in keiner Weise die Einschränkung der Meinungsfreiheit und , noch schlimmer, die willkürliche Zensur, von ein paar überalterten Konzernen an nachfolgenden Generationen, die eine ganz andere Denkweise haben. Er sollte seinen Laden dichtmachen und den Rest seiner Tage im Seniorenwohnheim geniessen.

Account gelöscht!

17.01.2012, 01:51 Uhr

Oha!

Ich unterstelle Murdoch, daß er ein Verbrecher ist, der so viel Dreck am Stecken hat, daß es schon unfassbar ist, daß so ein Bandit in Amerika die Erlaubnis bekommt, seine Hugenbergpresse zu betreiben.

Halt's Maul, Rupert!

Läßt doch auch sonst andere für Dich hetzen ...

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