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29.02.2012

15:14 Uhr

Soziales Netzwerk

Allianz setzt auf das Facebook-Prinzip

Die Allianz lässt sich beim Umbau der internen Kommunikation in Deutschland vom Siegeszug sozialer Netzwerke wie Facebook inspirieren. Dabei dient das Netzwerk allerdings anderen Zielen.

Allianz-Zentrale in München. Der Versicherungskonzern baut sich ein internes soziales Netzwerk. Reuters

Allianz-Zentrale in München. Der Versicherungskonzern baut sich ein internes soziales Netzwerk.

MünchenIn den kommenden Monaten startet der Versicherungskonzern ein internes Netzwerk, dass Facebook in vielerlei Hinsicht ähnelt - und doch andere Ziele verfolgt. „Es geht nicht darum, dass die Mitarbeiter ihre Urlaubsfotos tauschen“, sagte Allianz-Deutschland-Sprecher Hermann-Josef Knipper.

Das Allianz Social Network (ASN) soll Mitarbeiter verbinden, Einheiten an getrennten Standorten zusammenfassen und so die Kommunikation, dem Austausch von Daten und die Entwicklung von Prozessen auf eine neue Ebene heben. „Wir versprechen uns eine höhere Arbeitsproduktivität, ganz klar“, sagte Vorstand Alexander Vollert. Mittlerweile gehörten soziale Netzwerke zum Alltag vieler Menschen, das könnten auch Unternehmen nutzen, und von diesem Erfolg lernen.

Auch andere Firmen gehen ähnliche Wege, so sei etwa der Chemieriese BASF ein Vorbild gewesen. Das Projekt soll bekannte Formen wie etwa Intranet, E-Mail, Programme zum Datenaustausch oder Messenger-Systeme zunächst ergänzen.

Auch bei der Einführung des ASN geht die Allianz Wege, die aus dem Internet bekannt sind. Die Teilnahme ist freiwillig, einzelne Einheiten können sich online zusammenschließen und verwalten dann ihre Angebote weitgehend selbst.

Die Einführung soll schrittweise in den kommenden Jahren erfolgen. Schon in einer Testphase mit einem anderem Programm habe man die Verbreitung teilweise sich selbst überlassen: „Wir sind das ganz spontan und graswurzelmäßig angegangen“, sagte Sprecher Michael Wegscheider. „Dann brach eine Lawine los.“ Auch beim ASN erwartet Vollert, dass sich das Netz schneller ausbreiten werde, als man jetzt vorhersagen würde. Als Basis dient Software des US-Entwicklers Jive.

Die reinen Projektkosten bezifferte Vollert auf 100.000 Euro, was die Software-Lizenzen später kosten werden, wollte er aber nicht sagen. In der Testphase ist das Projekt auf 400 Mitarbeiter beschränkt, später sollen weitere dazukommen. Nach einem Jahr sollen die Kapazitäten für rund 10.000 Teilnehmer ausreichen.

Von

dpa

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