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26.06.2012

09:14 Uhr

Soziales Netzwerk

Facebook klaut deutschen Städten ihre Namen

Hip, modern und unverzichtbar: Werbung auf Facebook ist für Städte ein Muss. Doch die Fan-Seiten dürfen nicht wie ihre Städte heißen, hat das Unternehmen angeordnet. München ist schon offline, weitere Städte zittern.

Dresden gefällt mir? Auf Facebook geht das bald nicht mehr. „Eine Stadt gehört niemandem“, sagt das größte soziale Online-Netzwerk. dpa

Dresden gefällt mir? Auf Facebook geht das bald nicht mehr. „Eine Stadt gehört niemandem“, sagt das größte soziale Online-Netzwerk.

BerlinMünchen darf nicht München heißen. Hamburg darf nicht Hamburg heißen. Und die deutsche Hauptstadt nicht Berlin. Zumindest auf Facebook nicht. Eine Stadt gehört niemand, erklärt das Online-Netzwerk - und hat im Fall von München schon mal erste Konsequenzen gezogen. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Nutzer nun erleben, dass ihre Lieblingsstadt den Namen ihrer Fanseite im Sozialen Netzwerk ändert. Das Internetportal zwingt die Betreiber der Seiten - meist die Stadtverwaltung oder das Tourismusmarketing - sich umzubenennen, wie mehrere betroffene Städte der Nachrichtenagentur dpa bestätigten.

Drei Wochen sollen sie dafür Zeit bekommen. Sonst droht ihre Seite aus dem Netz zu verschwinden. Die Städte kuschen, denn Facebook ist für sie längst ein unersetzliches Werbeinstrument geworden.

„Niemand kann einen geografischen Ort vertreten“, steht im Facebook-Hilfebereich, auf den die Pressestelle zur Begründung der Anordnung verweist. Eine Seite müsse sich deutlich auf eine Organisation beziehen - wie „New York - Büro des Bürgermeisters“ oder „Lok Sabha - Parlament von Indien“. Wenn aber eine Stadt niemandem gehören könne, dürfe sie auch niemand auf Facebook repräsentieren. Sonst „werden die Administratorrechte zurückgezogen“.

Dass das Unternehmen mit dieser Drohung nicht scherzt, wurde Anfang des Jahres deutlich. Von einem Tag auf den anderen war die Facebook-Seite der Stadt München aus dem Netz verschwunden. Plötzlich offline - und mit ihr die rund 400 000 Fans der Seite. „Das kam völlig aus dem Nichts“, erinnert sich Lajos Csery, Geschäftsführer des Städteportals München.de. Eine Ankündigung habe es nicht gegeben. „Ich glaube, wir hatten einfach Pech, dass es uns als Erste getroffen hat.“

Nun gab es Mitte Juni eine Art Krisentreffen zwischen den Betreibern der großen deutschen Städte-Seiten und Facebook. „Alle offenen Fragen zu Seitennamen“ sollten laut Facebook-Einladung geklärt werden. Für die Städte ging es dagegen um viel mehr: Sie wollten das Münchner Schicksal abwenden und ihre Seite mit den mühsam ersammelten Fans im Netz halten.

Kommentare (4)

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Gast

26.06.2012, 10:56 Uhr

Wie – sind hier etwa noch Leute bei facebook? Anscheinend sterben die im Oberstübchen viel Freiraum habenden nicht aus.

Luppi

26.06.2012, 11:07 Uhr

Vielleicht haben wir auch ziemlich viel drin und wissen einfach mit dem Instrument FB umzugehen. Schon lustig, wie sie über einige Millionen Menschen bescheid wissen wollen.
Diese Arroganz... *kopfschüttel*

mon_y.burns@dynip.name

26.06.2012, 12:09 Uhr

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-stellt-Nutzerprofile-auf-firmeneigene-E-Mail-Adressen-um-1626017.html

Diese Änderung wurde von Facebook für alle Nutzer vorgenommen, sie wurden darüber nicht informiert!

Das kenenn wir sonst nur von Kidnappern und Entführeren, Mördern und Droehrn wenn es um Pi-Space vo n Nameserevrn geht.

Dreistellige doamins imer nioch 50k US$? Kannste GNICKEN!

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