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10.04.2012

11:33 Uhr

Soziales Netzwerk

Holtzbrinck will StudiVZ retten

Der Medienkonzern Holtzbrinck steht weiter zu dem sozialen Internetnetzwerk StudiVZ. Ein Relaunch der Websites von StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ soll wieder Nutzer locken.

SchülerVZ. Der einstige Star in Deutschland unter den sozialen Netzwerken - die VZ-Netzwerke - wurden von Facebook stark zurückgedrängt. dpa

SchülerVZ. Der einstige Star in Deutschland unter den sozialen Netzwerken - die VZ-Netzwerke - wurden von Facebook stark zurückgedrängt.

Berlin/FrankfurtIn die Netzwerke StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ solle sogar neues Geld fließen, kündigte der Geschäftsführer von Holtzbrinck Digital, Markus Schunk, in der „Welt“ vom Dienstag an. Geplant ist demnach ein Relaunch der Internetseiten im Sommer. Bis dann rechnet Schunk nach eigenen Angaben mit weiter sinkenden Nutzerzahlen. „Aber wir setzen darauf, dass VZ mit der Neuausrichtung wieder wachsen wird.“

StudiVZ war früher Marktführer in Deutschland, wurde dann aber im Zuge des weltweiten Booms schnell von Facebook überholt. Seitdem sinken die Nutzerzahlen stetig und deutlich - obwohl SchülerVZ sowie MeinVZ für Erwachsene geschaffen wurden, um die Zielgruppe auszuweiten. Es sei klar, dass die VZ-Netzwerke niemals mit Facebook mithalten könnten, sagte Schunk. Dennoch werde Holtzbrinck versuchen, in der Nische ein Alternativangebot aufzubauen. Diese solle zum einen durch einen überzeugenden Daten- und Jugendschutz, zum anderen durch speziell auf die jungen Zielgruppen zugeschnittene Angebote punkten.

Verkauf von StudiVZ an Facebook scheiterte an Datenschutz

Grund für den gescheiterten Verkauf des sozialen Netzwerks an Facebook vor einigen Jahren war angeblich der Datenschutz. Die Verkaufsverhandlungen seien sehr weit fortgeschritten gewesen, sagte Markus Schunk, Chef des StudiVZ-Eigentümers Holtzbrinck Digital, der Tageszeitung. Letztendlich sei der Verkauf „an datenschutzrechtlichen Auflagen gescheitert, die wir gar nicht beeinflussen konnten“, so Schunk.

Der Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag (“Die Zeit“, Kiepenheuer & Witsch) hatte StudiVZ 2007 übernommen und gut 80 Millionen Euro für das heute strauchelnde Berliner Startup auf den Tisch gelegt. Ein Verkauf an Facebook wäre für den Konzern laut „Welt“ sehr lukrativ gewesen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg habe Holtzbrinck eine Beteiligung an Facebook angeboten, die auch angesichts des bevorstehenden Börsengangs des US-Unternehmens heute wohl Milliarden wert wäre.

Facebook zählt inzwischen weltweit rund 800 Millionen Nutzer. StudiVZ kehren hingegen immer mehr Nutzer den Rücken. Die Zahl der monatlichen Besuche schwand von in der Spitze 466 Millionen - das war im Mai 2010 - auf 77 Millionen Ende vergangenen Jahres, wie Zahlen der IVW zeigen, die die Reichweiten von Medien misst.

Was Facebook alles speichert

Video: Was Facebook alles speichert

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Kommentare (1)

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10.04.2012, 14:45 Uhr

Das wird nix!

Das Marktprinzip ist das gleiche wie bei Auktionshäusern. Umso mehr mitmachen, umso besser. Das ist ein selbstverstärkender Zyklus.

Es gibt auch nur ein one-and-only ebay.

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