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22.08.2013

14:37 Uhr

Spielebranche

Plastikhelden und Fuchteln in der Luft

VonChristof Kerkmann

Luftangriffe mit dem Smartphone und Plastikfiguren als virtuelle Helden: Auf der Spielemesse Gamescom in Köln zeigen die Computerspielehersteller ihre Neuheiten. Einige sind verwirrend, andere eher schweißtreibend.

Microsoft präsentiert auf der Gamescom unter anderem das Spiel "Ryss - Son of Rome" für die neue Xbox One. dpa

Microsoft präsentiert auf der Gamescom unter anderem das Spiel "Ryss - Son of Rome" für die neue Xbox One.

KölnXbox One gegen Playstation 4 – „das ist Dortmund gegen Bayern, das wollen alle sehen“, meint Microsoft-Manager Oliver Kaltner. Auf der Gamescom zeigen der US-Konzern und sein japanischer Konkurrent Sony die Neuverpflichtungen für ihre Konsolen.

Microsoft hat angekündigt, das zum Verkaufsstart 23 Titel in die Läden kommen, Sony spricht sogar von 30 Spielen. Beide Unternehmen haben einige Exklusivverträge unter Dach und Fach gebracht. So bekommen Kunden, die Microsofts Xbox One vorbestellen, das Fußballspiel „Fifa 14“.

Nintendo ist derzeit so etwas wie das Freiburg oder Mainz der Konsolenliga: ein Außenseiter, der aber das Potenzial für Überraschungen hat. Derzeit kann der japanische Konzern allerdings nicht mithalten. Die Wii U, seit dem vergangenen Jahr auf dem Markt, verkauft sich schlecht.

Nun will das Unternehmen mit eigenen Produktionen rund um Super-Mario die Nutzer überzeugen – und damit auch die anderen Spielehersteller, die sich derzeit zurückhalten. Electronic Arts etwa produziert keine neuen Titel für die Nintendo-Konsole. „Wenn sich eine Chance bietet, sind wir aber wieder dabei“, sagt Peter Moore, Vorstandsmitglied bei Electronic Arts.

Spiel ohne Grenzen

Smartphones und Tablet-Computer sind inzwischen Massenware – und eignen sich damit als Zubehör für die Spielkonsole. Die Branche nennt das Cross-Platform-Gaming, also Spielen über verschiedene Plattformen hinweg.

Bei einigen Spielen sind auf dem kleinen Display Zusatzinformationen zu sehen – das gibt es allerdings schon länger. Neu ist, dass Nutzer mit dem mobilen Gerät ins Geschehen eingreifen können.

So ist es im Actionspiel „Tom Clancy’s The Division“ möglich, die eigenen Truppen im Gefecht mit einem Luftangriff zu unterstützen. Im Rollenspiel „Fable: Legends“ dagegen kann der Spieler vom Tablet aus die Heldentruppe attackieren.

Neu ist diese Idee indessen nicht: Nintendo liefert seine Wii U mit einem Tablet-ähnlichen Controller aus, der solche Konzepte ebenfalls ermöglicht.

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