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17.08.2016

08:47 Uhr

Spielemesse Gamescom

Im Zeichen virtueller Realität

Quelle:dpa

Virtuelle Realitäten werden die Gamescom in Köln in diesem Jahr beherrschen. Die Veranstalter erhoffen sich in diesem Jahr erneut eine große Breitenwirkung für die gesamte Branche - und weit darüber hinaus.

Größte Spielemesse Europas

Lasst die Spiele beginnen: Die Gamescom startet

Größte Spielemesse Europas: Lasst die Spiele beginnen: Die Gamescom startet

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Von kommendem Mittwoch anAuch außerhalb der Unterhaltung würden die Industrie sowie andere Branchen stark von der neuen Technologie als Plattform für das digitale Zeitalter beeinflusst, sagte Maximilian Schenk, Geschäftsführer des Branchenverbands BIU. Die Gamescom habe sich „von einer Videospiel-Messe zu einem 360-Grad-Event des digitalen Entertainment” entwickelt. Das Thema Virtual Reality steht stellvertretend für die wachsende Bedeutung der Spiele-Branche über die eigenen Grenzen hinaus als Trend.

Von kommendem Mittwoch an (17. August) bis zum 21. August werden Freunde von Computer- und Videospielen traditionell wieder nach Köln zu einer der wichtigsten Messen der Branche pilgern. Rund 500 000 Besucher erwartet die Koelnmesse in der Stadt. Flankiert von einem umfangreichen Rahmenprogramm werden die Hersteller in den Messehallen ein ganzes Füllhorn brandneuer Spieletitel zum Anspielen bereithalten.

Der Andrang war bereits Wochen im Voraus enorm. Für private Besucher gibt es seit Wochen keine Tagstickets mehr. Wer sich einen bestimmten Spieletitel ausprobieren will, muss sich vielfach vorab registrieren und erhält einen bestimmten Termin zugewiesen.

Nintendo hat zum Beispiel lediglich 50 Besucher vorab akkreditiert, die den neuen Titel der Zelda-Reihe „Breath of the Wild” in Köln anspielen wollen - für mehr reicht der Platz nicht. Auch Sony rät Messebesuchern, sich vorab registrieren zu lassen, um sich einen Platz zu sichern.

Kleines Gamescom ABC

A wie Aussteller

Nach Angaben der Messe werden in diesem Jahr 850 Unternehmen aus rund 50 Ländern in Köln ausstellen. Partnerland ist 2016 die Türkei - einer der großen Wachstumsmärkte der Branche. Die Entscheidung sei schon deutlich vor dem Putschversuch und seinen Folgen gefallen, heißt es. Partner sei nicht die Politik, sondern die türkische Games-Branche.

B wie Besucher

Während der Gamescom-Woche wird es an einigen Orten in Köln proppenvoll. Die Organisatoren erwarten - alle flankierenden Veranstaltungen eingerechnet - 500 000 Besuchern.

C wie Cosplayer

Kostümbegeisterte Video- und Computerspielfans gehören zur Gamescom wie zu einem Heavy-Metal-Festival Langhaarträger. Die sogenannten Cosplayer ahmen mit Verkleidung ihre Lieblingsfiguren aus den Spielen nach. Der Trend stammt aus Japan, wo der Begriff Anfang der 80er Jahre geprägt wurde.

Problem für die Szene in diesem Jahr: Bei wem Waffennachbildungen zur Rolle gehören, darf sie aus Sicherheitsgründen nicht mitnehmen, weder Gewehre, noch Messer, Äxte, Sägen oder Beile.

E wie Einlasskontrolle

Die Messe verstärkt aufgrund der „schrecklichen Ereignisse in den vergangenen Wochen” in diesem Jahr ihre Sicherheitsmaßnahmen, wie sie jüngst mitteilte. Die Gamescomer werden aufgerufen, alles zu Hause zu lassen, was nicht unbedingt gebraucht wird - damit die Wartezeiten bei den Kontrollen nicht länger werden.

Waffennachbildungen sind für Besucher komplett verboten, um in Köln niemanden zu erschrecken. Aussteller müssen Ausnahmen vorher beantragen.

G wie Games

Im Zentrum der Messe stehen - na klar - Video- und Computerspiele. Was früher noch als Daddelei für Technik-Freaks galt, ist heute längst in der Masse angekommen. Davon profitiert natürlich auch die Gamescom, die für sich in Anspruch nimmt, von 2009 bis 2015 bei der Zahl der Aussteller um 76 Prozent und bei der Zahl der Fachbesucher um 92 Prozent gewachsen zu sein.

M wie Mitternacht

Wer nach einem Gamescom-Tag noch etwas anderes als Computerbildschirme sehen will, kann sich in diesem Jahr in den Kölner Dom verziehen. Die Kirche ist von 22 bis 2 Uhr in der Nacht geöffnet - und hat das DJ-Duo Blank & Jones angeheuert, um das Gotteshaus mit elektronischer Musik zu beschallen. Eine Rave-Party sollte man in den altehrwürdigen Gemäuern dennoch nicht erwarten - eher etwas zum Runterkommen.

O wie Online-Helden

Teil der sogenannten Gamescom-Woche sind auch die Videodays (19. bis 20. August), bei denen vornehmlich jugendliche Fans auf bekannte Youtuber treffen und unzählige Selfies mit ihnen machen.

Die Youtube-Szene kommt unweit des Gamescom-Geländes zusammen und ist längst keine Nische mehr.

Viele Youtuber haben online mehrere Hunderttausend Fans, die ihre Videos regelmäßig ansehen. Sie geben Schminktipps, drehen Comedy-Clips oder kommentieren Videospiele.

S wie Schwerpunkte

In diesem Jahr stehen drei Trends im Vordergrund: Virtuelle Realität (VR), E-Sport und die Spieler selbst als Bestandteil und Gestalter des Mediums. Mit VR-Brillen lässt sich vor den Augen eine komplett virtuelle Umgebung erzeugen. Erste Modelle sind auf dem Markt, weitere sollen folgen.

Einen großen Teil seines Standes will Sony der neuen Rennsimulation „Gran Turismo Sport” widmen, der erstmals die Nordschleife des Nürburgrings befahrbar macht. Den Fokus will das Unternehmen in diesem Jahr auf seine Virtual-Reality-Brille legen, die voraussichtlich im Oktober auf den Markt kommen wird.

Allein 50 Anspielstationen wird es für das Headset auf der Messe geben, über die die Messebesucher in die Welten von „Robinson: The Journey” oder „Resident Evil 7 biohazard” eintauchen können.

Auch die VR-Systeme HTC Vive oder die Oculus Rift wird es in Köln zum Ausprobieren geben. Inzwischen sind erste Geräte für virtuelle Welten verfügbar. Es gibt zwar immer noch Lieferschwierigkeiten. „Die neue Technik ist aber jetzt im Markt angekommen”, sagt Stephan Freundorfer, Branchenkenner und Chefredakteur der Website „gamez.de”. Auf der Gamescom 2017 werde man dann sehen können, wo es hingeht - „oder sich die Wunden lecken”, weil die Erwartungen zu hoch waren.

Viele schöne, neue Titel werde es auf der Messe zu sehen geben, aber darüber hinaus werde es eine „relativ normale Gamescom” werden, schätzt Freundorfer. Große Neuigkeiten oder gar Überraschungen dürften in diesem Jahr ausbleiben. Alle drei großen Konsolenhersteller verzichten diesmal auf eine eigene Pressekonferenz.

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Der Planet vor der Cockpitscheibe des Raumschiffs kommt schnell näher. Beim Eintritt in die Atmosphäre glüht der Hitzeschild - die Steuerung wird schwammig, Kurshalten fällt schwer.

Microsoft wird sicherlich seine neue Xbox One S mitbringen, für den Markstart des neuen, schlankeren Modells wollte das Unternehmen aber offenbar die Gamescom nicht abwarten. Sony will seine neue Playstation Neo möglicherweise schon in diesem Jahr auf den Markt bringen. In Köln wird von ihr jedoch voraussichtlich nichts zu sehen sein. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die Konsole auf einem Event in New York präsentiert wird, das Sony für Anfang September angesetzt hat.

„Ich halte die Gamescom für eine großartige Publikumsmesse”, sagte Freundorfer. Zusammen mit dem Business-Bereich biete die Messe eine gute Mixtur, die etwa der reinen Fachmesse E3 in Los Angeles fehle. Für die Relevanz in Bezug auf Produkte und Neuheiten fehle es ihr aber an Internationalität. Nach Angaben von Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, werden Aussteller aus 53 Ländern erwartet.

Kommentare (1)

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18.08.2016, 14:06 Uhr



Ralph S.17.08.2016, 15:55 Uhr
Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.


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