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26.10.2015

10:34 Uhr

Spieletest „Assassin's Creed Syndicate”

Genug Stoff für lange Winterabende

Quelle:dpa

Eintönige Geschichte, ein Held ohne Charisma und viele technische Mängel: Assassin's Creed Unity war 2014 eine Enttäuschung für Fans. Entwickler Ubisoft hat mit dem Nachfolger also einiges gutzumachen. Hier der Test.

Das viktorianische London zur Zeit der Industriellen Revolution ist das Setting des Spiels. Foto: Ubisoft dpa

Dampfende Schlote hinter der Themse

Das viktorianische London zur Zeit der Industriellen Revolution ist das Setting des Spiels. Foto: Ubisoft

Der neunte Teil der Serie, zahlreiche Ableger für mobile Plattformen nicht mitgerechnet, spielt im viktorianischen London. Die Kluft zwischen Arm und Reich könnte auf dem Höhepunkt der industriellen Revolution nicht größer sein: Während Fabrikbesitzer und Bankiers in wohlhabenden Stadtteilen ein Leben im Luxus genießen, müssen in den Slums von Whitechapel Kinder in den Fabriken schuften.

Höchste Zeit also für eine Revolution und die nächste Runde im ewigen Krieg zwischen Templern und Assassinen. Zum ersten Mal steuert der Spieler diesmal nicht nur einen, sondern zwei Attentäter im Kapuzenmantel: Jacob und Evie Frye müssen als Anführer der Londoner Assassinen nicht nur ihre eigene Gang gründen und London von den Templern befreien, sondern auch nach einem Artefakt mit mysteriösen Kräften suchen.

Blutige Kämpfe mit der Faust, Waffen oder auch Bomben gehören zum Spiel. Foto: Ubisoft dpa

Zwei Helden und viel London

Blutige Kämpfe mit der Faust, Waffen oder auch Bomben gehören zum Spiel. Foto: Ubisoft

Diese Story dürfte Kennern anderer „Assassin's Creed”-Spielen bekannt vorkommen. Durch die Doppelbesetzung der Hauptrolle weht in „Syndicate” aber trotzdem ordentlich frischer Wind. Denn die vorsichtige Evie und der draufgängerische Jacob kämpfen zwar Seite an Seite, sind aber nur selten einer Meinung - was für viele amüsante Wortgefechte sorgt. Und auch die anderen Charaktere, darunter historische Berühmtheiten wie Charles Dickens und Karl Marx, sind unterhaltsamer als die drögen Revolutionäre aus „Unity”.

So unterschiedlich Evie und Jacob denken und handeln, so ähnlich spielen sie sich. Beide haben zwar eigene Spezialfähigkeiten: Evie kann etwas besser schleichen, Jacob ist der robustere Kämpfer. Einen großen Unterschied macht das in der Praxis aber nicht. Dafür können Spieler meist frei entscheiden, in wessen Rolle sie schlüpfen.

Vorgegeben ist die Spielfigur nur bei den Hauptmissionen. Am Ende jedes einzelnen Kapitels gibt es ein Highlight: Attentate, in dem Jacob oder Evie den Anführern der Templer-Verschwörung das Handwerk legen. Aufmerksamen Assassinen bieten sich dabei viele kreative Vorgehensweisen abseits der üblichen Schleicherei. Sonst bieten die Missionen aber kaum Abwechslung.

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