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06.04.2018

11:06 Uhr

Spieletest Sea of Thieves

Piratenromantik mit Einschränkungen

Quelle:dpa

Das Piraten-Abenteuer „Sea of Thieves” hat durchaus Hit-Potenzial. Im Moment fühlt es sich allerdings noch etwas unfertig an.

„Sea of Thieves“ bietet wunderschöne Grafik und eine stimmungsvolle Welt. In Sachen Abwechslungsreichtum soll sich noch einiges tun. dpa

Piratenromantik pur:

„Sea of Thieves“ bietet wunderschöne Grafik und eine stimmungsvolle Welt. In Sachen Abwechslungsreichtum soll sich noch einiges tun.

Gischt peitscht ins wettergegerbte Gesicht des Piraten. Vor ihm das Meer in wilden Wellen, in der Ferne leuchten erste Lichter einer Hafenstadt. Dort will er die Beute aus der großen Schatzkiste endlich zu Geld machen.

Den Schatz zu heben, war nicht einfach: Durch einen schweren Sturm ging die Reise zur Schatzinsel, wo bewaffnete Skelette und giftige Schlangen auf ihn warteten. An der mit X markierten Stelle musste er mühevoll den Schatz ausgraben. Doch auf dem Heimweg warteten schon die Halunken - andere Piraten, die ihm ans Leder wollten. Nur mit Hilfe seiner drei finsteren Gesellen gelang die Flucht.

Diese und ähnliche Abenteuer können Spieler in „Sea of Thieves” erleben - einem Online-Multiplayer-Spiel des früher äußerst renommierten Entwicklers Rare. Zu Zeiten des Nintendo 64 brachte das Studio Hochkaräter wie „Banjo Kazooie” oder „Perfect Dark” heraus. Nach dem Kauf durch Microsoft im Jahr 2002 wurde es ruhiger um Rare. Mit „Sea of Thieves” will der Entwickler wieder zurück auf die Schatzkarte der Spieler kommen.

Das Konzept dahinter erinnert an eine Mischung aus den Spielen „Destiny”, „Star Trek Bridge Crew” und „Assassin's Creed: Black Flag”. Zunächst suchen sich Spieler in einem Zufallsgenerator einen Piraten oder eine Piratin aus. Mit bis zu drei weiteren Spielern stechen sie dann in See, um ordentlich Beute zu machen. Los geht das in der Regel in der Kneipe eines Hafens auf einer karibischen Insel, in der sich auch die Mitspieler befinden. In den Nachbarhäuschen gibt es verschiedene Nicht-Spieler-Charaktere (NPC), von denen sich die Crew Aufträge holen kann. Im Hafen liegt das Schiff vor Anker.

Auf durch schwere See: Die Abenteuer in „Sea of Thieves“ spielt man besser nicht allein. dpa

Teamwork entscheidend

Auf durch schwere See: Die Abenteuer in „Sea of Thieves“ spielt man besser nicht allein.

Die Aufträge funktionieren anfangs nach dem Schema: Findet auf dieser Insel jenen Gegenstand und bringt ihn zurück. Das können Schatzkisten, Schädel getöteter Skelett-Kapitäne oder auch Tiere sein. Als Belohnung gibt es Goldstücke, die Spieler gegen kosmetische Gegenstände für ihren Piraten oder ihr Schiff tauschen können. Mit abgeschlossenen Aufträgen erhalten die Piraten außerdem Reputation bei den Händlern, die dann komplexere Aufgaben vergeben.

Eine ständige Gefahr sind andere Piraten. Denn die Welt, bestehend aus einem riesigen Meer und vielen kleinen Inseln, teilt sich die eigene Crew mit anderen Spielern. Diese können auch Aufträge erledigen - oder, ganz Piratencrew, andere Spieler überfallen.

Wichtig ist da die Zusammenarbeit innerhalb der Crew. Denn auf dem eigenen Schiff herrscht Arbeitsteilung: Das Steuer will gehalten, der Anker gelichtet, die Segel wollen gesetzt und ausgerichtet, die Kanonen geladen und Schäden am Rumpf repariert werden. Da ist es hilfreich, dass sich die Mannschaft per Headset untereinander verständigen und Aufgaben verteilen kann. Als Einzelspieler hat man beim Treffen mit einem gegnerischen Schiff kaum eine Chance.

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Kommentare (1)

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Herr Carlos Santos

10.04.2018, 15:15 Uhr

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