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01.03.2012

08:16 Uhr

Stadtflitzer oder Transporter

Auto verändert seine Form

Es klingt wie Science-Fiction: Ein Auto, das seine Form verändert. Bremer Wissenschaftler haben die Vision jetzt verwirklicht. Ihr Prototyp kann vom schmalen Stadtflitzer zum Transporter werden.

Es ist extrem beweglich, verändert seine Form und passt sich der aktuellen Verkehrssituation an: das EO smart connecting car. DFKI GmbH

Es ist extrem beweglich, verändert seine Form und passt sich der aktuellen Verkehrssituation an: das EO smart connecting car.

BremenEin Autokauf will bekanntlich wohl überlegt sein. Brauche ich einen schlanken Stadtflitzer, der in jede Parklücke passt? Eine geräumige Familienkutsche oder besser gleich einen Transporter? Alles zugleich geht leider nicht. Noch nicht. Bremer Wissenschaftler haben ein intelligentes Elektroauto entwickelt, das seine Form verändern kann - so wie der Fahrer es gerade wünscht. Auf der Cebit in Hannover wollen sie es erstmals der Öffentlichkeit vorstellen.

Was aus heutiger Sicht wie Science-Fiction klingt, macht vor allem die Einführung von Elektromobilen möglich. Da ein platzraubender Motorraum wegfällt, gibt es ganz neue Freiheiten bei Technik und Design. „Wir revolutionieren das Konzept des Autos, indem wir es aufspalten“, sagt der Leiter des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen, Frank Kirchner.

Die Cebit in Zahlen

Eröffnung

Die Messe wird bereits am Montagabend (5. März) von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (beide CDU), dem Verwaltungsratschef des Suchmaschinen-Riesen Google, Eric Schmidt, und der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff eröffnet. Zum offiziellen Start werden 2500 Gäste erwartet. Das boomende Schwellenland Brasilien ist in diesem Jahr Gastland der Cebit.

Dauer

Die Cebit 2012 dauert vom 6. bis zum 10. März. Mit der fünftägigen Laufzeit halten die Veranstalter am Umfang der beiden Vorjahre fest. 2010 war die Messe um einen Tag verkürzt worden, um die Kosten der Aussteller zu senken. Als besonders besucherstark gilt in der Regel der Samstag.

Aussteller

In diesem Jahr stellen voraussichtlich mehr als 4200 Unternehmen aus 70 Ländern ihre Produkte und Neuentwicklungen in Hannover vor. Damit wird die Zahl der Teilnehmer nach Angaben der Deutschen Messe AG das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Unter anderem kehren Samsung und Sharp zurück. Andere Hersteller wie LG bleiben aber auch im Gegensatz zu 2011 fern. Im vergangenen Jahr waren knapp über 4200, 2010 insgesamt 4150 Firmen und Verbände zur Cebit gekommen.

Besucher

Die Organisatoren hoffen, die Besuchermarke des Vorjahres von rund 339.000 übertreffen zu können. Etwa 130 internationale Delegationen aus Politik und Wirtschaft reisen zu Konferenzen nach Hannover an.

Leitthema

Das Leitthema der Messe lautet 2012 „Managing Trust“, es geht um Technologien und Verfahren zur Erhöhung der IT-Sicherheit. Parallel hierzu wollen die Veranstalter die Einteilung des Programms in die vier Sparten „Pro“ (Geschäftskunden), „Gov“ (öffentliche Hand), „Lab“ (Forschung) und „Life“ (Privatnutzer) beibehalten.

Cebit als Arbeitsmarkt

Der sich verschärfende Fachkräftemangel stellt auch die IT-Wirtschaft vor immer größere Herausforderungen. 38.000 offene Stellen sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit derzeit allein
in Deutschland zu besetzen. Die Rekrutierung qualifizierten Nachwuchses ist deshalb ein weiteres Schwerpunktthema der Cebit.

Einem Auto im klassischen Sinne sieht der Prototyp daher wenig ähnlich. Vielmehr erinnert er mit seinem höhergelegten Fahrwerk und der kuppelartigen Passagierkabine an ein futuristisches Mondgefährt. Ausgangspunkt für das Auto der Zukunft ist ein Zweisitzer mit einem flexiblen Fahrwerk, vier Radnabenmotoren und Rädern, die sich um 90 Grad drehen lassen.

Dadurch kann der Wagen auf der Stelle wenden, seitwärts oder diagonal fahren - was das Einparken deutlich leichter macht. Und sollte die Parklücke trotzdem noch zu eng sein, kann sich das Auto einfach einen halben Meter kürzer machen, indem es sein Fahrwerk zusammenschiebt.

Kommentare (1)

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ElektroCarsAreTheFuture

01.03.2012, 10:44 Uhr

Eine super Entwicklung wie ich finde. Klar das der ADAC skeptisch ist und behauptet die menschliche Sensorik wäre nicht zu ersetzen. Aber schaut euch das an:
https://www.ai-class.com/course/video/videolecture/7

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