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27.04.2011

08:25 Uhr

Stalker-Apps

Facebook-Angreifer werden immer raffinierter

VonAndreas Sebayang
Quelle:Golem.de

Seit Wochen belästigen angebliche Stalker-Aufspür-Anwendungen die Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook. Dabei werden die Angriffe auf Nutzer und vor allem die Verbreitungsmechanismen immer raffinierter.

Facebook im Visier von Angreifern: Apps, die angebliche Stalker aufdecken, nutzen Facebook wie ein Wurm zur Verbreitung. Quelle: dpa

Facebook im Visier von Angreifern: Apps, die angebliche Stalker aufdecken, nutzen Facebook wie ein Wurm zur Verbreitung.

Wer das soziale Netzwerk Facebook benutzt, dem ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in letzter Zeit häufig auftretender Spam für eine Stalker-App aufgefallen. Da dieser Spam vom Freundeskreis verteilt wird, vertrauen viele der Facebook-App, die vorgibt, Stalker identifizierbar zu machen. 

Verglichen mit dem Anfang Februar 2011 in Deutschland umhereilenden We-Catch-Stalkers-Angriff haben die Versuche, Nutzer davon zu überzeugen, eine Anti-Stalker-App zu installieren, mehrere Evolutionsstufen durchlaufen. Vor allem im April 2011 beschleunigte sich dies, wie Handelsblatt-Online-Partner Golem.de beobachten konnte.

Bilder-Markierung zur Spamverbreitung

Anfang April nutzte eine vorgebliche Stalker-App die Möglichkeit aus, dass der Anwender Personen in Bildern markieren kann. Die Anwendung erstellte ein Bild, markierte darauf einen Großteil des Freundeskreises und erreichte so, dass dieses Bild als angeblich neues Bild im News-Feed der Freunde des Freundeskreises auftauchte. Das Opfer griff also nicht nur seine Freunde an, sondern auch die Freunde des Freundes. In vielen Fällen kann ein einzelner infizierter Nutzeraccount mit einer Stalker-App potenziell mehrere Tausend Nutzer erreichen.

Letztendlich braucht es im Freundeskreis oder im Kreis der Freunde von Freunden nur eine Person, die die Warnungen ignoriert. Wenn eine Anwendung, wie im Fall der Bildermarkierung, abfragt, ob sie auf die Pinnwand schreiben und Fotos anschauen darf, sollte der Nutzer gewarnt sein. Der Drang, herauszufinden, wer das eigene Profil besucht, ist bei einigen Nutzern jedoch größer. 

In der letzten Woche beobachteten wir, dass die App wieder angepasst wurde. Diesmal wurde @tagging verwendet. In Pinnwandnachrichten wurde ein Name genannt. Der Aufbau ist aus einem Teil des Sourcecodes ersichtlich: var postmessage = "Meine Top Profil-Stalker: \n\ %tf% - 1136 Besuche \n\ %tf% - 983 Besuche \n\ %tf% - 542 Besuche". Die Variable %tf% ist dabei ein beliebiger Freund, der auf anderen Pinnwänden als Stalker diskreditiert wurde.

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