Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.09.2011

12:03 Uhr

Surfen beim Rasieren

Der Internetspiegel für das Badezimmer

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Surfen beim Rasieren, Twittern beim Händewaschen und eine virtuelle Einkaufsberatung – das Entwicklungslabor der New York Times will das Internet ins Badezimmer bringen. Bedient wird das System per Sprache oder Geste.

Weltweit arbeiten Forscher an der Idee eines "intelligenten Badezimmers". Hier ein Spiegel-Display, das der niederländische Elektronikkonzern Philips für sein "Haus von Morgen" entwickelt hat. picture-alliance

Weltweit arbeiten Forscher an der Idee eines "intelligenten Badezimmers". Hier ein Spiegel-Display, das der niederländische Elektronikkonzern Philips für sein "Haus von Morgen" entwickelt hat.

BerlinWer sich morgens im Badezimmer über die aktuelle Lage in der Welt informieren möchte, hört normalerweise Radio. Internet ist zwischen Dusche und Rasur nicht so angesagt – die meisten Laptops und Tablets mögen die Feuchtigkeit im Bad nicht so gern.

Geht es nach Brian House vom New York Times Company Research & Development Lab, dem Entwicklungslabor der New York Times, könnte sich das bald ändern: House will einen Internetzugang in den Badezimmerspiegel integrieren.

Nun ist die Idee, den Spiegel im Bad als Monitor zu nutzen, nicht wirklich neu. Das Duisburger Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) etwa hat 2009 auf der Cebit ein intelligentes Badezimmer mit Spiegel-Display vorgestellt. Und der niederländische Elektronikkonzern Philips stattete sein "Haus von Morgen" schon vor einigen Jahren mit einem Internet-fähigen Badezimmerspiegel aus..

Ungewöhnlich am neuen System von Brian House ist allerdings die Bedienung: Gesteuert werde das System zum einen per Spracheingabe, zum anderen mit Gesten, die von einer Kinect erkannt werden, berichtet das Blog des Nieman Journalism Lab an der Harvard-Universität.

Über den Spiegel kann der Nutzer morgens beim Rasieren beispielsweise im Internet surfen. Beim Zähneputzen werden schnell die Neuigkeiten bei Twitter und Facebook durchgesehen. Vor dem Kämmen zeigt der Blick in den Wetterbericht, ob es sich lohnt, die Haare zu ordnen oder ob der Wind die Frisur ohnehin gleich wieder zerzausen wird. Beim Kämmen kann der Nutzer im Kalender nachschauen, welche Termine an diesem Tag anstehen, und bei Bedarf weitere eintragen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×