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07.06.2011

16:26 Uhr

Technische Probleme

Millionen Skype-Nutzer können sich nicht einwählen

Wieder kämpft der Internet-Telefondienst Skype mit technischen Problemen. Nutzer des kürzlich von Microsoft übernommenen Dienstes können sich nicht einwählen. Skype behauptet, nur wenige Nutzer seien betroffen - doch das stimmt nicht.

Ein Großteil der Skype-Nutzer kann sich derzeit nicht einwählen. Quelle: dapd

Ein Großteil der Skype-Nutzer kann sich derzeit nicht einwählen.

MünchenNutzer des Internet-Telefondienstes Skype hatten am Dienstag mit technischen Problemen zu kämpfen. Wie ein Sprecher von Skype in München bestätigte, konnte sich "eine begrenzte Zahl" der Kunden nicht mit dem Netz von Skype verbinden, um mit anderen Nutzern zu chatten oder zu telefonieren. Wie viele Nutzer von diesem "Konfigurationsproblem" betroffen waren, teilte das Unternehmen indes zunächst nicht mit.

Laut GaminXP.com kann von einem Problem, das nur wenige Nutzer betrifft, nicht die Rede sein. Demnach waren vor dem aktuellen Ausfall 22,5 Millionen Skype-Nutzer online, danach nur noch rund 2,25 Millionen. In einem Test konnte das IT-Nachrichtenportal Golem.de diese Angaben bestätigen.

Die Techniker von Skype teilten in ihrem Blog "Heartbeat" mit, das Problem ausfindig gemacht zu haben: "Wenn Sie betroffen sind, dann sollten Sie in etwa in einer Stunde Verbesserungen feststellen."

Mit der Störung setzten sich bei Skype technische Probleme fort: Bereits Ende Mai dieses Jahres musste das Unternehmen eine neue Version seiner Software für Nutzer bereitstellen, deren Computer auf Windows (Microsoft) setzten und Skype nicht mehr anwählen konnten.

Weltweit haben sich nach Angaben des Luxemburger Unternehmens etwa 170 Millionen Menschen bei Skype angemeldet. Wie der Sprecher von Skype am Dienstag in München weiter sagte, hatten zu Spitzenzeiten zuletzt knapp 30 Millionen von ihnen Skype zeitgleich genutzt.

Vor nicht einmal einem Monat gab Skype bekannt, von Microsoft für 8,5 Milliarden Dollar übernommen zu werden. Der Kaufprozess war am Dienstag jedoch noch nicht abgeschlossen und das Unternehmen, das ursprünglich einen Börsengang plante, damit noch eigenständig.

Am Nachmittag normalisierte sich die Situation nach Unternehmensangaben allmählich. Golem.de berichtete am Nachmittag, es seien rund 14,5 Millionen Nutzer wieder online, teilweise erreichten Nachrichten jedoch nicht die Empfänger.

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