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25.04.2012

17:49 Uhr

Telekom-Gerät

WLAN-Router öffnet Angreifern Tür und Tor

Eindringlinge haben leichtes Spiel: Der WLAN-Router der Telekom lässt potenziellen Angreifern die Hintertür weit offen stehen. Bis die Sicherheitslücke geschlossen ist, sollen Kunden ihr WLAN am besten ganz abschalten.

Speedport-Kunden sollen das WLAN ganz abschalten, empfiehlt die Telekom. dapd

Speedport-Kunden sollen das WLAN ganz abschalten, empfiehlt die Telekom.

Berlin/HannoverWLAN-Router der Deutschen Telekom haben einem Medienbericht zufolge eine bislang unbekannte gefährliche Hintertür, durch die Angreifer ohne großen technischen Aufwand in das drahtlose Netz eindringen können. Ein Angreifer, der die Standard-PIN für die WPS-Verschlüsselung im Netz finde und ein wenig technische Erfahrung mitbringe, komme ohne weiteres in das WLAN des Modells Speedport W921V und könne auf private Daten zugreifen oder das Netz für dubiose Aktivitäten missbrauchen, berichtete das Technologie-Portal „Heise Online“ am Mittwoch. Die Telekom plane, Speedport-Kunden durch große Hinweise auf allen Internet-Seiten über das Problem zu informieren.

Bei ersten Tests der Redaktion habe sich herausgestellt, dass sowohl die Versionen 1.08.000 als auch 1.16.000 betroffen seien. In der Regel werden WLAN-Netzwerke mit einem individuellen WPA2-Schlüssel gesichert. Die Sicherheitslücke ergebe sich aber über die unsichere WPS-Verschlüsselung, die eigentlich abgeschaltet ist. „Entgegen den angezeigten Einstellungen ist das WLAN jederzeit mit WPS per PIN zugänglich“, schreibt „Heise Online“. Und: „Ein Eindringling muss sich gar nicht die Mühe machen, die PIN zu knacken, weil bei allen W921V dieselbe triviale PIN funktioniert - auch wenn der Router-Eigner eine andere eingetragen hat.“

Auch mit einer Änderung der WPS-Konfiguration werde die Hintertür nicht geschlossen, so die Experten. Einzige Möglichkeit sei es, das WLAN ganz abzuschalten. Das sei auch die Empfehlung der Telekom. Man arbeite derzeit gemeinsam mit den Zulieferern mit Hochdruck an der Behebung des Problems, erklärte das Unternehmen „Heise Online“. Außerdem sollten alle T-Punkte, Hotlines und Handelspartner informiert werden, die die betroffenen Router im Programm haben.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Harlemjump

25.04.2012, 18:12 Uhr


Nun, wer der Telekom Geld in den Rachen schmeißt ist ja sowieso nur zu bemitleiden, aber nun auch noch dies.

Da bekomme ich ja einen Lachanfall!

opsat

25.04.2012, 21:31 Uhr

Ich meine vor kurzem von einem ähnlichen Problem in Zusammenhang mit WPS gelesen zu haben, was vermutlich daran liegt das die Provider am Ende bei den gleichen, zum Teil auch namhaften Lieferanten kaufen. Das Lachen kann einem also schnell im Hals stecken bleiben wenn man heute nicht absolut ALLES selbst überprüft.

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