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24.01.2007

13:35 Uhr

Telekommunikation

Balda: Verhandlungen über Stellenabbau gescheitert

Die Verhandlungen beim Handyausrüster Balda über den geplanten Stellenabbau am Stammwerk Bad Oeynhausen sind gescheitert. „Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite sind am späten Dienstagabend ohne Ergebnis beendet worden“, sagte Joachim Gut, Vorstandschef der Balda AG, am Mittwoch.

Balda-Zentrale dpa

Die Verhandlungen bei Balda über den geplanten Stellenabbau sind gescheitert.

dpa BAD OEYNHAUSEN. Die Verhandlungen beim Handyausrüster Balda über den geplanten Stellenabbau am Stammwerk Bad Oeynhausen sind gescheitert. „Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite sind am späten Dienstagabend ohne Ergebnis beendet worden“, sagte Joachim Gut, Vorstandschef der Balda AG, am Mittwoch.

Es habe keine Einigung über eine Standortsicherung, die Konditionen der Transfergesellschaft sowie die Höhe der Abfindungen erzielt werden können, sagte Sprecher Cersten Hellmich. „Sie können heute keine Bestandsgarantie geben.“ Die Einberufung einer Einigungsstelle sei geplant, Balda sei aber für Gespräche offen.

Ursprünglich sollten 250 Stellen in Bad Oeynhausen gestrichen werden. 140 Mitarbeiter hätten aber bereits das Unternehmen verlassen, seien intern zur Sparte Balda Medical gewechselt oder ihre Zeitverträge seien ausgelaufen, teilte das Unternehmen mit. Balda hatte angekündigt, wegen der Pleite des Handyherstellers Benq Mobile die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland von 1 600 auf 600 zu reduzieren. Werke in Herford, Seelbach in Baden-Württemberg und Oberlungwitz in Sachsen sollten verkauft werden. Ende Dezember 2006 wurde die Albea Kunststofftechnik Gmbh in Seelbach an eine Investorengruppe verkauft. Für weitere drei Unternehmen gebe es Interessenten, die Verhandlungen sollten bis Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein.

Keine negative Folgen für die Beschäftigten werde die Entwicklung einer Produktionslinie zur Oberflächenveredelung von Kunststoffteilen für Mobiltelefone und tragbare Spielekonsolen gemeinsam mit dem Technologieunternehmen Singulus haben, betonte Hellmich. Die „revolutionäre Technik“ ermöglicht nach Unternehmensangaben das Aufbringen einer metallischen Oberfläche bis hin zur Kratzschutz- Beschichtung vollautomatisch und ohne jeglichen manuellen Eingriff. Das Personal werde dennoch gebraucht, um Aufträge abzuarbeiten“, sagte der Sprecher.

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