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13.02.2006

11:20 Uhr

Telekommunikation

Ericsson setzt auf schnelle UMTS-Netze

Der führende Telekomausrüster Ericsson setzt auf schnelle Verbindungen und Multimedia-Anwendungen fürs Handy. Mit der „mobilen Breitbandtechnik“ hoffen Netzwerkausrüster, Handyhersteller sowie Mobilfunkunternehmen auf einen Massenmarkt für Online-Musik, Internet und Fernsehen übers Handy.

Ericsson-Chef Svanberg dpa

Vorstandschef Svanberg: Ericsson rüstet das UMTS-Netz des kanadischen Unternehmens Rogers Comunications mit dem Hsdpa-Standard aus.

dpa BARCELONA. „Mobiles Fernsehen ist ein Service, den viele von uns künftig nutzen werden“, sagte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg am Montag in Barcelona auf der Mobilfunkmesse 3GSM World Congress.

Im laufenden Geschäftsjahr rechne er mit einem „moderaten“ Wachstum des Marktes für Mobilfunk-Netzwerke, sagte Svanberg. Ericsson selbst werde versuchen, Marktanteile zu gewinnen. Auf dem zuletzt sehr starken Markt in Südamerika werde sich das Wachstum zwar verlangsamen, in Nordamerika, Asien und Afrika dagegen seien die Aussichten für Ericsson aber weiter gut.

So werde Ericsson bis Herbst das Netz des kanadischen Telekomunternehmens Rogers Communications für die UMTS- Hochgeschwindigkeitsvariante Hsdpa aufrüsten, sagte Svanberg. Hsdpa ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde. Normales UMTS schafft derzeit eine maximale Datenrate von 384 Kilobit pro Sekunde. „Die meisten UMTS-Netze werde im Laufe des Jahres mit Hsdpa ausgerüstet werden.“ Zum Auftragsvolumen machte Svanberg keine Angaben. Gleichzeitig kündigte er den Start von drei neuen, Hsdpa-fähigen Sony-Ericsson-Handys an.

Geplant seien außerdem zwei Kooperationen im Musik- und Mediengeschäft. Zum einen wird Ericsson künftig mit der Online- Musikplattform Napster zusammenarbeiten. Kunden können künftig ­ sofern ihr Mobilfunkanbieter diesen Service unterstützt ­ Klingeltöne, Bilder und ganze Lieder bei Napster herunterladen. Die Benutzeroberfläche soll sich an der im Internet orientieren. Außerdem wird Ericsson künftig das Musik- und Medienportal „Ladezone“ des österreichischen Mobilfunkanbieters One betreiben.

Der bisherige GSM-Standard sei erst der Anfang gewesen, sagte Svanberg. Der Trend gehe in Richtung einer zunehmenden Vernetzung von Mobilfunk, Festnetz und Internet. Ermöglichen soll das unter anderem der neue Software-Standard IMS (IP Multimedia Subsystems). Er nutzt Internet-Protokolle auch für die mobile Übertragung und sorgt so für eine Vereinheitlichung. Kunden sollten dann zum Beispiel nicht mehr merken, über welches Netz ihre Daten übertragen werden - Inhalte werde immer und überall empfangen ­ unabhängig vom Endgerät.

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