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23.03.2006

10:33 Uhr

Telekommunikation

Funkwerk 2005 erstmals mit Gewinnrückgang

Der Telekommunikationstechnik- Hersteller Funkwerk rechnet nach dem Gewinnrückgang 2005 mit einem Aufwärtstrend.

Funkwerk-Produktion dpa

Eine Funkwerk-Mitarbeiterin arbeitet im thüringischen Kölleda an einem Schaltschrank für die Bahnhofsbeschallung.

dpa FRANKFURT/KöLLEDA. Der Telekommunikationstechnik- Hersteller Funkwerk rechnet nach dem Gewinnrückgang 2005 mit einem Aufwärtstrend. Das Unternehmen, das zu Wochenbeginn seinen Platz im Technologiewerte-Index TecDax räumen musste, peilt im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 270 Mill. Euro bei einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 22 Mill. Euro an.

Dazu soll unter anderem das neue Geschäftsfeld Telematik und Navigationssysteme für Nutzfahrzeuge beitragen, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Grundner am Donnerstag in Frankfurt.

2005 sank der Konzernüberschuss von 15,8 auf 11,6 Mill. Euro, das Ebit von 22,9 auf 17,1 Mill. Euro. Der Umsatz verringerte sich um knapp drei Prozent auf 242 Mill. Euro. Die Geschäftszahlen lagen damit leicht unter der bereits gesenkten Prognose. Erstmals seit dem Börsengang verbuchte Funkwerk kein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Als Gründe nannte der Vorstand die Investitionszurückhaltung europäischer Eisenbahngesellschaften und Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Produkte. Die Aktie verlor am Donnerstag mehr als fünf Prozent und notierte bei 25,85 Prozent.

Das Unternehmen, das trotz Gewinneinbußen eine unveränderte Dividende von 0,35 Euro pro Aktie zahlen will, beschäftigt etwa 1 200 Mitarbeiter am Hauptsitz im thüringischen Kölleda und weiteren Standorten. Grundner bezeichnete 2005 als „Übergangsphase“, in der es vor allem darum ging, Marktpositionen abzusichern und neues Geschäft aufzubauen. Der Vorstandschef erwartet bei Kommunikationstechnik für Bahngesellschaften, Unternehmen und Fahrzeuge bis 2010 ein jährliches Marktwachstum von zehn bis 20 Prozent. „Wir wollen uns davon ein gutes Stück abschneiden.“

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