Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.01.2007

14:30 Uhr

Telekommunikation

Netcologne setzt Telekom in Köln unter Druck

Der Telekommunikations-Dienstleister Netcologne setzt mit seinem superschnellen Breitbandnetz die Deutsche Telekom in Köln immer mehr unter Druck. Netcologne kommt bei schnellen Internet-Anschlüssen inzwischen in der Kölner Region auf einen Marktanteil von 42 bis 44 Prozent.

Netcologne dpa

Netcologne Geschäftsführer Werner Hanf vor der Unternehmenszentrale in Köln (Bild vom 23.1.2006).

dpa KöLN. Der Telekommunikations-Dienstleister Netcologne setzt mit seinem superschnellen Breitbandnetz die Deutsche Telekom in Köln immer mehr unter Druck. Netcologne kommt bei schnellen Internet-Anschlüssen inzwischen in der Kölner Region auf einen Marktanteil von 42 bis 44 Prozent.

Bis Ende 2007 sollen rund 9 000 Haushalte in mehreren Stadtgebieten mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Internet surfen, Filme herunterladen und Fernsehen können, sagte Geschäftsführer Werner Hanf am Dienstag in Köln. Damit ist der Dienst Citynetcologne doppelt so schnell wie das Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom, das der Marktführer derzeit in zehn deutschen Großstädten aufbaut. Köln sei bundesweit die erste Stadt, die in den kommenden Jahren flächendeckend ein solches leistungsfähiges Netz erhalte.

In den kommenden fünf Jahren plant das Unternehmen im Stadtgebiet den Anschluss von 56 000 Gebäuden an das Citynetcologne. Dabei handelt es sich um Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 135 Mill. Euro. Finanzieren will die Telefongesellschaft den Ausbau mit Einsparungen der Mieten für die Teilnehmeranschlussleitungen der Telekom. Im vergangenen Jahr hatte Netcologne hierfür rund 34 Mill. Euro an die Bonner überwiesen. „Wir sind jetzt Herr im eigenen Netz“, betonte Hanf.

Im vergangenen Jahr steigerte Netcologne den Umsatz trotz sinkender Preise um 16 Prozent auf 240 Mill. Euro und das Ergebnis vor Steuern um rund sieben Mill. auf 22 Mill. Euro. Netcologne gehört zu 100 Prozent den Kölner Stadtwerken GEW und beschäftigt derzeit rund 700 Menschen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×