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25.02.2011

11:22 Uhr

Thunderbolt

Das kann Intels neuer "Superstandard"

VonJens Ihlenfeld, Nico Ernst und Andreas Sebayang
Quelle:Golem.de

Intel hat die unter dem Codenamen Light Peak entwickelte Schnittstelle umbenannt. Erste Geräte dafür gibt es bereits. Wie Thunderbolt den Nutzern das Leben erleichtern wird.

Ein Macbook Pro mit Intels neuer Schnittstelle Thunderbolt. Quelle: Reuters

Ein Macbook Pro mit Intels neuer Schnittstelle Thunderbolt.

BerlinThunderbolt ist Intels neue Schnittstelle, die sowohl Displayport- als auch PCI-Express-Signale über ein Kabel führt. Damit erweitert Intel die Displayports um eine weitere Funktion: die schnelle Übertragung von Daten zu Speichermedien. Displayport-Kabel werden hauptsächlich für Video- und Audiodaten übertragen. Sie sind allerdings schon länger darauf vorbereitet, andere Daten zu übertragen.

Mit 10 GBit/s in beiden Richtungen ist die neue Schnittstelle theoretisch deutlich schneller als Netzwerkschnittstellen in Notebooks (meist 1 GBit/s) oder auch USB 3.0 (5 GBit/s). Auch die überwiegend von Apple eingesetzte Firewire-800-Schnittstelle (IEEE 1394b, 800 MBit/s) wird übertroffen. Zudem verspricht Intel niedrige Latenzen, geringe Leistungsaufnahme und Kompatibilität zu Displayport-Produkten. Entdeckt der Thunderbolt-Controller ein Displayport-Gerät, wird automatisch in einen Kompatibilitätsmodus geschaltet.

Power over Thunderbolt

Laut dem Thunderbolt Technology Brief (PDF) ist auch das Führen von Strom über Thunderbolt vorgesehen. Da allerdings neben der elektrischen Datenübertragung auch eine optische prinzipiell vorgesehen ist, ist das kein Muss, was Intel auf Nachfrage auch bestätigt hat. Die für die Zukunft geplanten optischen Thunderbolt-Kabel werden voraussichtlich keinen Strom übertragen. Ähnlich ist es auch bei Firewire-Equipment, wo einige Anschlüsse keinen Strom liefern.

Drei Meter per Kupferkabel

Prinzipiell kann Thunderbolt zahlreiche Anschlüsse überflüssig machen. Ein einfacher Adapter soll ausreichen, um Geräte mit anderen Schnittstellen anzuschließen. Für die Stromführung soll es laut Intel bereits ein Drei-Meter-Kabel geben, welches 10 Watt elektrische Leistung übertragen kann. Im Laufe des Jahres 2011 soll es für Entfernungen jenseits der zehn Meter auch rein optische Kabel geben, die dann keine elektrische Leistung führen. Die Kabel sollen über denselben Anschluss an einem Gerät funktionieren.

Intel hatte in den zwei Jahren seit Ankündigung immer wieder vorgenommenen Demonstrationen von Light Peak zwar erwähnt, dass die Schnittstelle auch PCI-Express beherrscht, dies aber lediglich als Option bezeichnet. In der langen Vorlaufphase für das, was jetzt Thunderbolt heißt, musste sich der Chiphersteller viel Kritik gefallen lassen, weil er USB 3.0 - bis auf Chips von Fremdherstellern auf Intel-Mainboards - nicht unterstützte. USB 3.0 ersetzen soll Thunderbolt nicht. Intel hält weiter daran fest, USB 3.0 zu unterstützen. Wann das aber in eigenen Chipsätzen der Fall sein wird, wollte das Unternehmen nicht angeben.

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