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12.11.2012

15:51 Uhr

Top 500 der Superrechner

Deutsche Supercomputer sind Weltspitze

Die Top Ten der schnellsten Computer der Welt werden längst nicht mehr allein von den USA dominiert. Auch Europa ist dreimal vertreten - zweimal haben sich Superrechner aus Deutschland behauptet.

Die Liste der Superrechner wird zweimal pro Jahr veröffentlicht. dpa

Die Liste der Superrechner wird zweimal pro Jahr veröffentlicht.

Salt Lake CityDeutschland ist erneut mit zwei Anlagen in der Spitzenliga der weltweit schnellsten Supercomputer vertreten. Der Supercomputer Juqueen im Forschungszentrum Jülich kommt mit einer Rechenleistung von 4,1 Petaflops (Billiarden Rechenschritte) pro Sekunde auf den fünften Platz der am Montag veröffentlichten Liste der Top 500. Juqueen ist damit Europas schnellster Rechner.

Auf Platz sechs rangiert der SuperMuc des Leibniz Rechenzentrums bei München mit einer Spitzenleistung von 2,8 Petaflops. Die IBM-Anlage wird von Wissenschaftlern an der Münchner Universität und der Bayerischen Akademie der Wissenschaft genutzt.

Ebenfalls aus Europa kommt Cineca, die eine Rechenleistung von 1,7 Petaflops erreicht. Die IBM-Anlage gehört zu einem europäischen Verbund und wird von einem Konsortium aus 54 italienischen Universitäten und zwei Forschungszentren sowie dem italienischen Forschungsministerium betrieben. Die Anlage in Bologna steht sowohl Wissenschaftlern als auch der Industrie für aufwendige Berechnungen zur Verfügung.

Als absolut schnellsten Rechner der Welt führt die zweimal im Jahr erscheinende Liste den Titan des Herstellers Cray an. Die Anlage schaffte es mit einer Art Trick, den vorherigen Spitzenreiter Sequoia von der Spitze zu verdrängen: Anders als sonst bei den Rechnern üblich setzten die Anlagenbauer erstmals Grafikprozessoren ein, die bislang eher für grafisch aufwendige Computerspiele genutzt werden.

Seine Rechenleistung zieht die Anlage nicht wie üblich aus Computerprozessoren (CPU), sondern zu rund 90 Prozent aus Grafikchips (GPU) des Herstellers Nvidia. Den Rest der Arbeit übernehmen Mehrkern-Prozessoren von AMD. Anders als CPUs haben Grafikprozessoren eine recht einfache Architektur und sind dafür ausgelegt, einfache Rechenaufgaben besonders schnell abzuarbeiten.

Kommentare (1)

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VirtualReality_OhneMich

12.11.2012, 21:13 Uhr

Ich frag mich da eh, wofür man die Rechner braucht. Ein neues Modell der Steuererhebung oder wie sich das Grundeinkommen bewähren tät, hat man damit sicher noch nie simuliert und durchgerechnet.

Für die reine Strömungssimulation eines Flugzeugs langt auch mein Rechner mit den 4 Grafikkarten - auch Nvidia ;-)
AMD und Nvidia sind aber amerikanischer Hersteller, dachte ich. Auch wenn AMD noch in Dresden fertigt.

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