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02.05.2013

14:53 Uhr

Trotz Entrüstung

Telekom will von der Tempo-Bremse nicht abweichen

Trotz eines Sturms der Entrüstung bleibt die Telekom bei den Daten-Drossel hart. In fünf Jahren dürften wohl für alle Kunden neue Tarife gelten. Immerhin könnte die Obergrenze bis 2016 nachgebessert werden.

Telekom weicht nicht von ihrem Plan ab: Die Drossel für Festnetzverträge kommt trotz Shitstorm. dpa

Telekom weicht nicht von ihrem Plan ab: Die Drossel für Festnetzverträge kommt trotz Shitstorm.

BerlinDie Deutsche Telekom will trotz aller Kritik an den umstrittenen Daten-Obergrenzen in Festnetz-Flatrates festhalten. „Für uns ist das Thema zu wichtig, als dass wir zurückrudern könnten“, sagte Deutschlandchef Niek Jan van Damme der Tageszeitung „Die Welt“. Zugleich prognostizierte er, dass in fünf Jahren alle Telekom-Kunden in anderen Tarifen als heute unterwegs sein werden: „Bis 2018 wollen wir komplett auf IP-basierte Dienste umschalten - das sind fünf Jahre, bis dahin wird es vermutlich ganz andere Tarife gebe, weil es auch neue Produkte geben wird.“

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Zunächst wurde die Tempo-Bremse bei Erreichen bestimmter Daten-Obergrenzen am Donnerstag für Neukunden eingeführt, sie soll aber nicht vor 2016 greifen. „Wenn die Durchschnittskunden tatsächlich deutlich mehr Volumen benötigen als wir heute erwarten, könnten wir die Konditionen natürlich jederzeit verbessern“, versprach van Damme. Die Telekom wolle die Preise für den weitaus größten Teil ihrer Kunden stabil halten. Einer der Sorgen ist, dass mit der Entwicklung vor allem der Web-TV-Angebote die aktuell festgelegten Obergrenzen auch für viele Durchschnittsnutzer nicht ausreichen könnten.

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Über Tarife für das Zubuchen weiterer Daten-Kontingente zu sprechen, sei noch zu früh, erklärte der Telekom-Deutschlandchef. „Wer weiß, wie die Tarifwelt in drei Jahren aussieht.“ Allerding seien die fünf Euro, die man heute im Mobilfunk zahle, um das Highspeed-Volumen zu verdoppeln, „ein Anhaltspunkt“.

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Der Manager wies erneut den Vorwurf zurück, die Telekom benachteilige andere Anbieter von Online-Videodiensten, weil die Nutzung des hauseigenen Fernsehangebots Entertain nicht auf das monatliche Datenkontingent einberechnet werde. Es sei eine separate TV-Plattform. „Unsere Nutzer zahlen für diesen Dienst zusätzliche zehn Euro im Monat.“ Streaming-Dienste wie Maxdome oder Amazons Lovefilm könnten mit der Telekom über eine Integration in Entertain verhandel. „Einen Teil dieser Erlöse würden wir dann in den Netzausbau investieren können.“

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

02.05.2013, 17:44 Uhr

Das ist die Folge eines nichtstaatlichen Netzes. Der Besitzer hat das Monopol und kann zur Gewinnmaximierung tun was er will!
Ungeachtet der Folgen für Wirtschaft und Privatleute.
Weltweit werden die Datenströme zunehmen. Nur in Deutschland werden sie ausgebremst. Mit dne entsprechenden Folgen.

Technisch notwendig ist das nicht, man schaltet so die Konkurrenz aus und zwingt die Kunden im Unterhaltungsbereich auf das Entertain-Programm der Telekom!

General-Investigation

02.05.2013, 19:05 Uhr

Ein Staatliches Netz wäre auch nicht besser, lediglich mehr kontrolliert - was auch nicht im Sinne eines freien Internet sein kann.
Und Ihre Annahme, man könne so Kunden in den Entertainbereich der Telekom zwingen, ist schlichtweg falsch, denn zwingen kann man nur den der es auch zuläßt.
Gehen die Kunden der Telekom verloren, haben sie sich selbst ins Bein geschossen und sie müssen gewaltig zurück rudern - ob sie wollen oder nicht. es ist immer noch der Kunde der über Wohl und Weh der unternehmen entscheidet, niemand anders. Demzufolge sollte man bei der Telekom sehr gut überlegen was man mit den Kunden macht.

svennie89

02.05.2013, 20:05 Uhr

Ich denke nicht mal, dass das Netz staatlich sein muss. Aber es sollte vom Provider (in dem Fall der Drosselkom) getrennt sein, dann hätte jeder Provider die gleichen Zugangsmöglichkeiten und wenn die Drosselkom dann unsinnige Tarife einführen will, hat jeder Alternativen, was im Moment nicht so ist.

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