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08.08.2017

11:49 Uhr

Umfrage zu KI

Künstliche Intelligenz soll im Alltag helfen

Laut einer Umfrage erhoffen sich die Deutschen von künstlicher Intelligenz Organisationshilfe im Alltag – wie Putzdienste und die Abnahme körperlich schwerer Arbeit. Doch es herrscht keine uneingeschränkte Begeisterung.

Fast 90 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz helfen kann, zukünftige Herausforderungen zu meistern. dpa

Hilfsroboter

Fast 90 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz helfen kann, zukünftige Herausforderungen zu meistern.

Düsseldorf Die Mehrheit der Deutschen erhofft sich von künstlicher Intelligenz in Zukunft vor allem Hilfe bei der Organisation des Alltags. Bei einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung PwC zeigten sich rund drei Viertel der Befragen optimistisch, dass durch intelligente Software oder Lernfähige Roboter das tägliche Leben besser organisiert werden und so Zeit für wichtigere Dinge gewonnen werden könnte.

Ganz oben auf der Wunschliste steht denn auch ein smarter „Putzroboter, der die Wohnung für mich sauber hält“ (58 Prozent). Auf Platz zwei rangiert ein „Hilfsroboter, der alle körperlich schweren Aufgaben bei der Arbeit übernimmt“ (51 Prozent). Ein selbstfahrendes Auto erscheint den meisten Befragten dagegen deutlich weniger dringlich. Es steht lediglich auf der Wunschliste von knapp einem Drittel der Befragten.

Künstliche Intelligenz – Geschichte einer Idee

Entstehung des Begriffs

In den 50ern prägte ein Forschungspapier den Begriff künstliche Intelligenz (KI) erstmalig. KI sollte "die Art von Problemen lösen, wie sie bislang nur für Menschen vorgesehen sind". Bis heute ist der Begriff jedoch umstritten. Offen ist, was Intelligenz genau umfasst - und inwiefern es dafür eines eigenen Bewusstseins bedarf.

Maschinelles Lernen

Bei dieser Spielart der künstlichen Intelligenz erzeugt das System aus großen Datenmengen Wissen - indem es etwa anhand von Fotos selbst erlernt, wie eine Katze aussieht. Einige Experten sehen in dieser Mustererkennung jedoch noch kein intelligentes Verhalten.

Deep Learning

Für viele Anwendungen, darunter die Bilderkennung, brachten die Methoden des Deep Learning den Durchbruch. Dabei werden die neuronalen Netze des Gehirns mit ihren vielen Knotenpunkten digital nachempfunden.

Anwendung

Kommerzialisiert haben insbesondere amerikanische IT-Konzerne wie Google, Microsoft, IBM oder Amazon KI-Anwendungen. Sie finden sich etwa in der Spracherkennung in Smartphones, selbstfahrenden Autos oder als Chatbots, die mit Kunden auf Shopping-Seiten kommunizieren. 

KI in Deutschland

Hierzulande forschen etwa das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken, die TU München, die Universität Freiburg oder auch die Universität Bielefeld zum Thema KI.

Auf uneingeschränkte Begeisterung stößt künstliche Intelligenz aber nicht. Mehr als die Hälfte der Befragten räumte ein, lernfähige Computer lösten bei ihnen „eher Angst“ aus. Dass künstliche Intelligenz mehr Arbeitsplätze schafft als vernichtet, glaubt nur gut ein Drittel der Befragten.

Fast 90 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz helfen kann, zukünftige Herausforderungen zu meistern. Besonders groß ist die Hoffnung bei den Themen Cybersicherheit (49 Prozent), Klimawandel (45) und Schutz vor Krankheiten (43).

Ein zusätzliches Paar Arme

Diese Roboter werden durch Fuß-Bewegungen gesteuert

Ein zusätzliches Paar Arme: Diese Roboter werden durch Fuß-Bewegungen gesteuert

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Deutlich geringer sind die Erwartungen an die lernenden Maschinen, wenn es um kreative Leistungen geht. Dass ein Computer mit künstlicher Intelligenz es bis 2025 geschafft hat, einen Nummer-1-Hit zu komponieren, halten gerade einmal 23 Prozent der Befragten für möglich. Dass es einer künstlichen Intelligenz bis dahin gelingt, einen Bestseller zu schreiben, glauben sogar nur 12 Prozent.

Von

dpa

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