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06.04.2006

13:00 Uhr

Umstellung problemlos

0900er-Nummern sind aktiv

Die 0190er Nummern sind seit Jahresbeginn verschwunden. An ihre Stelle ist die Vorwahl 0900 gerückt. Die Umstellung soll dabei problemlos verlaufen sein.

HB FRANKFURT. Unter der auch in anderen Ländern gebräuchlichen 0900-Nummer werden so genannte Mehrwertdienste angeboten - sowohl berüchtigte Stöhn-Nummern (Telefonsex) als auch Ratgeber- und Service-Hotlines, etwa von Computerherstellern oder Rechtsanwälten. Die Umstellung hat nach Angaben der Bundesnetzagentur reibungslos geklappt.

„Es gibt keine Veränderungen bei der Beschwerdestatistik“, sagt Behördensprecher Rudolf Boll. Auch die Telekomfirmen, die an der technischen Umsetzung verdienen, sehen den Wechsel positiv. „Der Markt ist stabil geblieben und unsere Umsätze sind sogar gestiegen“, sagt Christian Plätke, Geschäftsführer der Kölner In-telegence GmbH.

Der deutsche Mehrwertdienste-Markt ist Plätke zufolge derzeit zwei bis 2,5 Mrd. Euro wert. Knapp noch einmal so viel erhofft sich die Branche von einer Liberalisierung des Sportwettenmarkts. Dann könnten etwa TV-Sender ihre Zuschauer auf die Ergebnisse der gezeigten Spiele wetten lassen, erklärt Plätke. Einsätze bis 30 Euro ließen sich dann über 0900er-Nummern sofort per Telefonrechnung abbuchen, oder über 0137-Nummern, die bereits von Gewinnspiel-Sendungen eingesetzt werden.

Doch das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem jüngsten Sportwetten-Urteil diese Hoffnungen erst einmal gedämpft. Nun gilt erst mal bis Ende 2007 weiter das staatliche Wettmonopol, es sei denn, die EU zwingt den deutschen Gesetzgeber vorher zum Handeln. Plätke zufolge wird aber das Rufnummerngeschäft gerade im TV-Bereich auf jeden Fall zunehmen. „Voting-Shows werden mehr und mehr kommen“, sagt er.

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