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04.01.2011

09:24 Uhr

Unerwünschte Werbe-Mails

Kalifornier verdient mit Kampf gegen Spam Million

VonPaul Elias (dapd)

Jeder Internet-Nutzer kennt sie: unerwünschte Werbe-E-Mails, die das Postfach verstopfen und die Zeit rauben. Die meisten Nutzer drücken resignierend auf löschen - immer wieder, Tag für Tag. Nicht so der Kalifornier Daniel Balsam. Er hat aus seinem Kreuzzug gegen Spam ein Geschäft gemacht, von dem er gut leben kann.

Daniel Balsam hasst Spam - wie alle anderen Internet-User. Allerdings belässt er es nicht beim Klick auf "Löschen", sondern verklagt die Spam-Versender. DAPD

Daniel Balsam hasst Spam - wie alle anderen Internet-User. Allerdings belässt er es nicht beim Klick auf "Löschen", sondern verklagt die Spam-Versender.

SAN FRANCISCO. Daniel Balsam hasst Spam. Der Kalifornier ist zwar nicht der einzige, der das tut. Doch wie kaum ein anderer hat er Konsequenzen aus seiner Abneigung gezogen. Einfach nur auf "löschen" zu klicken, war ihm irgendwann nicht mehr genug.

Stattdessen macht er die Urheber der unerwünschten E-Mail-Botschaften ausfindig - und verklagt sie. Was als Hobby begann, wurde bald zum Geschäft. Der Kreuzzug gegen den digitalen Müll verschafft Balsam inzwischen ein stattliches Einkommen.

Bis vor acht Jahren arbeitete Balsam im Marketing. Der Beruf machte ihm Spaß, doch ein Blick in sein E-Mail-Postfach brachte ihn regelmäßig zur Verzweiflung. Die wichtigen Nachrichten gingen förmlich unter in einer Flut dubioser Angebote. Per Massenmail wurden da Gewinnspiele und zweifelhafte Investitionsideen angepriesen, vor allem aber die ultimative Brust- oder Penisvergrößerung. Eines Tages war es genau eine Spam-Nachricht zu viel.

Balsam kündigte seinen Job und gründete die Internetplattform "danhatesspam.com". Nebenbei drückte er noch einmal die Schulbank, um sich besser in der Welt der Gesetze zurechtzufinden. Noch während er in San Francisco für seinen Abschuss in Jura paukte, setzte er sein neues Wissen in die Tat um. Systematisch durchkämmte er nun seine eingehenden E-Mails. Wann immer es darin um billige Drogen, kostenlosen Sex oder sagenhafte Urlaubsangebote ging, zog er vor Gericht.

Geradezu im Akkord verfasste der junge Mann Klageschriften gegen Unternehmen, die nach seiner Ansicht gegen in Kalifornien oder anderswo bestehende Anit-Spam-Gesetze verstießen. Der Erfolg stellte sich schon bald ein. Und nicht nur das: "Ich habe das Gefühl, dass ich hier etwas Gutes tue, wenn ich im Internet ein bisschen aufräumen helfe", sagt Balsam.

Kommentare (2)

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SebZe

04.01.2011, 14:48 Uhr

Klasse, kann ich nur unterstützen. Der größte Witz ist ja das Rumgejammere der Firmen die zahlen müssen. Sollen sie halt aufhören schwachsinnige Emails zu versenden.

Dude

04.01.2011, 15:08 Uhr

Gut so, im gegensatz zu diesen Abzock-Abmahner geht es hier um tatsächliche belästigung und Schädigung.
Wenn er damit reich wird ist es sein gutes Recht!

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