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07.03.2006

15:00 Uhr

Unterhaltungselektronik

Größer, flacher, bunter und immer vernetzt

VonAxel Postinett

Als der futuristisch schwebende Saal 1 des Hannoveraner Congress Centrums geplant wurde, hat noch niemand mit Panasonic gerechnet.

Dieser Flachbildschirm von Panasonic ist längst noch nicht das größte TV-Gerät der Japaner. Foto: ap

Dieser Flachbildschirm von Panasonic ist längst noch nicht das größte TV-Gerät der Japaner. Foto: ap

HANNOVER. Die Lastenaufzüge sind sehr zum Verdruss der Japaner schlicht zu klein, um den größten Plasma-Fernseher der Welt zur Pressekonferenz zu schaffen. Jetzt bleibt der über 500 kg schwere Fernseh-Gigant mit knappen 2,5 Metern Bildschirmdiagonale während der gesamten Cebit der Blickfang auf dem Stand des umsatzstärksten Herstellers von Unterhaltungselektronik der Welt.

Die Zeiten, als die Messe-Leitung Firmen wie Sony noch zwang, alle "PS2"-Spielekonsolen vom Stand zu räumen, sind vorbei. Heute ist auf der ehemaligen Büromaschinenausstellung alles an Elektronik willkommen, was bunt, laut und lustig ist. Vom hochauflösenden Flachfernseher über Handys und DVD-Rekorder bis zur Computerspiele-Arena.

Um die Halle 27 machen deshalb viele der älteren Cebit-Besucher - zu Unrecht - eine Bogen. Hier, im "Digital Living"-Bereich gibt es Unterhaltungselektronik im "praktischen Einsatz", vom nachgebauten High-Tech-Wohnzimmer bis zur Daddel-Meisterschaft. Bis zum 12. März findet hier auch die Samsung Euro Championship der Computer- und Videospieler statt - mit Preisgeldern von insgesamt 100 000 Euro.

Von Kaufzurückhaltung fehlt in der Boombranche Unterhaltungselektronik jede Spur. Wo die Trends sind, haben die Konsumenten im Vorjahr klar gezeigt. Der Absatz von LCD-Flachfernsehern ist um 161 Prozent auf über 1,2 Mill. Stück explodiert, meldet der Branchenverband GfU. Von tragbaren Musikspielern wie iPod, HD-Walkman oder G-Flash gingen 8,2 Mill. Stück (+162 Prozent) über die Ladentheke. Auch Plasma-TV, DVD-Rekorder oder Spielekonsolen verzeichnen hohe Wachstumsraten.

Unter dem Strich blieb ein Branchenumsatz von 12,4 Mrd. Euro, ein Plus von 13,3 Prozent. Zählt man Mobiltelefone und privat genutzte Computer noch hinzu, liegt der Umsatz heute bei rund 21,7 Mrd. Euro (+7,6 Prozent). Und für das laufende Jahr wird kein Abebben des Trends erwartet, sagt Loewe-Chef und Verbandspräsident Rainer Hecker.

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