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07.03.2011

09:42 Uhr

Unterwasserroboter

Tietek soll Rohstoffe der Tiefsee erschließen

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Fraunhofer-Forscher haben einen Unterwasserroboter entwickelt, der auf dem Meeresgrund nach Rohstoffen suchen und Unterwasserbauwerke kontrollieren soll. Noch in diesem Jahr soll er erstmals auf Tauchfahrt gehen.

Der autonome Unterwasserroboter Tietek soll zur Inspektion und Exploration in Tiefen bis zu 6.000 Meter eingesetzt werden. Quelle: Fraunhofer AST

Der autonome Unterwasserroboter Tietek soll zur Inspektion und Exploration in Tiefen bis zu 6.000 Meter eingesetzt werden.

Tietek heißt der autonome Unterwasserroboter, den die Fraunhofer Gesellschaft vergangene Woche auf der Cebit in Hannover vorgestellt hat . Das Autonomous Underwater Vehicle (AUV) soll zur Inspektion und Exploration in Tiefen bis zu 6.000 Meter eingesetzt werden.

Tietek soll unter anderem Rohstoffe wie etwa Manganknollen am Meeresgrund aufspüren. Als weiteres Einsatzgebiet ist die Inspektion von Bauwerken unter Wasser vorgesehen. Das können Hafenanlagen sein, Staudämme, Offshore-Windanlagen oder Unterwasserrohrleitungen, so Helge Renkewitz vom Fraunhofer Anwendungszentrum Systemtechnik (AST).

Ein Einsatzszenario sieht so aus: Ein Mutterschiff bringt das unbemannte Tauchboot in das Einsatzgebiet. Ein Missionsplan wird auf den Roboter übertragen, den dieser dann autonom durchführt.

Unterwegs orientiert sich das AUV mit einer Reihe von Sensoren: Ein Doppler Velocity Log (DVL) misst die Höhe und die Geschwindigkeit über dem Meeresgrund, ein Drucksensor bestimmt die Wassertiefe, ein Lagesensor sorgt dafür, dass das AUV nicht umkippt. Mit einem Sidescan-Sonar tastet Tietek den Meeresgrund ab und erstellt davon ein 3D-Bild. Zudem verfügt der Roboter über GPS und über WLAN. So kann er an der Wasseroberfläche seine Position bestimmen und Kontakt mit dem Mutterschiff aufnehmen.

Seine Position bestimmt das AUV über die Aufzeichnung der Geschwindigkeit über Grund sowie durch Kommunikation mit dem Mutterschiff über ein Ultra Short Baseline-Modem (USBL). Das ist ein Akustikmodem, das sich, so Renkewitz, wie „eine Mischung aus Walgesang und Grillenzirpen“ anhöre. Über die Laufzeiten der Schallsignale zum Mutterschiff bestimmt Tietek seine relative Position zum Mutterschiff. Da dessen Position bekannt ist, kann das AUV seine eigene errechnen.

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