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22.08.2014

09:24 Uhr

Update geplant

Microsoft präsentiert bald wieder neues Windows

Ende September will Microsoft sein neuestes Betriebssystem präsentieren. Die jüngste Version von Windows stieß auf wenig Begeisterung. Einige Dinge, die Nutzer bei Windows 8 vermissten, sollen zurückkehren.

Bei klassischen PCs dominiert Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows, doch bei Smartphones und Tablets sieht es ganz anders aus. AFP

Bei klassischen PCs dominiert Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows, doch bei Smartphones und Tablets sieht es ganz anders aus.

New YorkDer US-Softwareriese Microsoft bereitet einem Medienbericht zufolge die Präsentation der nächsten Windows-Version vor. Die Neuauflage des weit verbreiteten Betriebssystems werde am 30. September vorgestellt, berichtete die auf IT-Nachrichten spezialisierte Internetseite „The Verge“ am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Das künftige Windows 9 firmiere vorerst unter dem Codenamen „Threshold“ (Schwelle).

Des bislang neueste Windows, die Version 8, war Ende Oktober 2012 veröffentlicht worden. Microsoft hatte damit versucht, sich auf die Nutzungsbedingungen bei Tablet-Computern und Smartphones einzustellen. Allerdings stieß das Betriebssystem auf wenig Begeisterung.

Wie Windows wurde, was es ist

Windows 1.0

Der Urahn des inzwischen meistgenutzten PC-Betriebssystems kam im November 1985 auf den Markt. Damals war Microsoft noch ein Außenseiter, während der Platzhirsch IBM und der Aufsteiger Apple den Kampf um den PC-Markt auszufechten schienen. Anfangs arbeitete sich Windows nur mühsam ins Geschäft – denn Microsoft verzichtete zunächst angesichts eines jahrelangen Patentstreits mit Apple auf grafische Bedienungselemente.

Windows 3.1

Mit dieser Version lernte Windows 1992, Videos abzuspielen, bekam die ersten integrierten Spiele und neue Schriften. Die Grundansicht mit den überlappenden Fenstern und einem Desktop für Programm-Symbole blieb – mit einigen Design-Änderungen – lange erhalten.

Windows NT

Parallel zu den Consumer-Versionen von Windows entwickelte Microsoft nach dem Scheitern des OS/2-Projektes mit IBM eine Windows-Version mit einem neuen Programm-Kern („Windows New Technology“). NT wurde mit Windows 2000 fortgeführt und ging später in Windows XP auf.

Windows 95

Die radikale Erneuerung von 1995 brachte in Grundzügen das Windows, das heute praktisch jeder kennt. Unter anderem wurde der „Start“-Knopf mit dem Balken am unteren Bildschirmrand eingeführt. Nachdem nachträglich der Web-Browser Internet Explorer zum Windows-Grundpaket hinzugefügt wurde, setzte sich Microsoft zum Ärger der Wettbewerbshüter in diesem Bereich gegen den Pionier Netscape durch. Auf die Version folgten die kleineren Aktualisierungen Windows 98 und ME.

Windows XP

2001 brachte Microsoft die bisher langlebigste Version seines Betriebssystems auf den Markt, die immer noch auf vielen Rechnern läuft. Mit Windows XP wurden viele visuelle Effekte hinzugefügt, ebenso wie wichtige Funktionen wie etwa schneller Benutzerwechsel, eine integrierte Firewall für mehr Sicherheit und verbesserter Medienwiedergabe.

Windows 7

Das Betriebssystem Windows Vista sollte XP verdrängen, wurde von den Nutzern aber weitgehend ignoriert. Die 2007 veröffentlichte Version bot zwar neue Bildschirmansichten, aber eine für viele Nutzer verwirrende Rechteverwaltung für Benutzerkonten. Erst mit der Vorstellung von Windows 7 im Oktober 2009 konnte Microsoft die Anwender wieder überzeugen.

Windows 8

Mit Windows 8 wollte sich Microsoft für den Wandel der Computer-Welt rüsten: Die neue Kacheloberfläche ist für Touchscreens ausgelegt und eignet sich damit auch für Tablet-Computer – äußerlich ähnelt das System damit dem Smartphone-Betriebssystem Windows Phone. Microsoft stellte Windows 8 im Oktober 2012 vor. Gerade an der neuen Bedienung wurde jedoch schnell viel Kritik laut.

Windows 8.1

Ein Update für Windows 8 kam im Oktober 2013 auf den Markt. Das kostenlose Windows 8.1 soll die größten Kritikpunkte an dem Vorgänger ausräumen. So können Nutzer direkt auf den Desktop starten und so die Kacheloberfläche umgehen. Zudem kehrt der Startknopf zurück, wenn auch nicht das klassische Startmenü.

Bei klassischen PCs ist Windows immer noch weit verbreitet, doch bei Smartphones und Tablets sieht es ganz anders aus. Einer Schätzung der Marktforschungsfirma Strategy Analytics zufolge liegt der Marktanteil bei internetfähigen Handys unter drei Prozent. Rund 85 Prozent der in den vergangenen Monaten verkauften Smartphones laufen demnach mit dem Betriebssystem Android von Google. Rund zwölf Prozent sind iPhones von Apple mit dem Betriebssystem iOS.

Die geplante Präsentation Ende September richtet sich laut „The Verge“ an Entwickler, die andere Software auf das neue Windows abstimmen müssen. Bei Windows 9 solle das klassische Startmenü zurückkehren, dass bei Windows 8 zum Leidwesen vieler Nutzer abgeschafft worden war. Microsoft wollte sich zu dem Bericht der Internetseite nicht äußern.

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afp

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