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10.10.2011

09:07 Uhr

US-Behörden

Freier Wikileaks-Mitarbeiter wurde ausgespäht

Einem Zeitungsbericht zufolge wurden die E-Mails eines freien Mitarbeiters von Wikileaks ausgespäht - und zwar von den US-Behörden. Diese erhielten offenbar eine geheime Gerichtsanweisung.

Wikileaks hat sich den Zorn der US-Behörden zugezogen. AFP

Wikileaks hat sich den Zorn der US-Behörden zugezogen.

WashingtonDie US-Behörden haben einem Zeitungsbericht zufolge die E-Mail-Korrespondenz eines freien Mitarbeiters des Enthüllungsportals Wikileaks ausgespäht. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, erhielten die Behörden eine geheime Gerichtsanweisung, die es ihnen erlaubte, vom Internetdienst Google sowie einem kleineren Internetanbieter Informationen über E-Mail-Konten des 28-jährigen Jacob Appelbaum einzufordern.

Wie die Zeitung unter Berufung auf entsprechende Dokumente berichtete, wehrte sich der Anbieter Sonic zunächst dagegen, verlor jedoch vor Gericht und musste die Informationen herausgeben. Sonic musste demnach offenlegen, mit welchen E-Mail-Adressen Appelbaum in den vorangegangenen zwei Jahren korrespondierte.

Wikileaks hatte im April 2010 ein Video veröffentlicht, das den tödlichen Beschuss von Zivilisten in Bagdad durch US-Kampfhubschrauber zeigte. Später machte das Portal zehntausende Dokumente zum Afghanistan-Einsatz und rund 400.000 geheime Pentagon-Unterlagen zum Irak-Krieg zugänglich. Damit zog Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange den Ärger von USA und NATO auf sich.

Von

afp

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