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09.01.2007

09:21 Uhr

Verschlüsselung gewinnt an Bedeutung

Neue Gefahren für IT-Sicherheit

VonJens Koenen

Die IT-Sicherheit steht vor einer Art Paradigmenwechsel. Davon ist jedenfalls Martin Wülfert, der Vorstandsvorsitzende des Softwareunternehmens Utimaco, überzeugt. „Die Grenzen eines Unternehmens verschieben sich. Es reicht nicht mehr, eine IT-Schutzmauer um eine Firma zu errichten, die Daten selbst müssen geschützt werden“, sagte Wülfert im Gespräch mit dem Handelsblatt.

FRANKFURT. Viele Firmen unterschätzten dieses Risiko.

Die Entwicklung hat mehrere Gründe. Zum einen wird die Hackerszene immer professioneller. „Waren es früher Computerfreaks, die ihr Können unter Beweis stellen wollten, sind es heute Banden mit wirtschaftskriminellem Hintergrund“, warnt Wülfert.

Zum anderen wird die Arbeitswelt mobiler. Moderne Geräte wie Laptops, Handys oder PDAs machen es möglich, die „Schreibtischtätigkeiten“ unterwegs oder beim Kunden vor Ort zu erledigen. Gleichzeitig öffnen die Unternehmen ihre IT-Systeme für Kunden, Lieferanten und Partner.

Zusätzlich getrieben wird diese Entwicklung durch die wachsende Verbreitung der so genannten IP–Telefonie, also das Zusammenwachsen von Festnetz- und Mobiltelefonie mit dem Computer. „Mit Unified Communication bestehen ganz neue Möglichkeiten. Ob Sprache, Sprachnachrichten, Videokommunikation oder Web-Collaboration – alles ist über eine Applikation nutzbar“, sagt Michael Ganser, Deutschland-Geschäftsführer des US-IT-Konzerns Cisco. Damit wird die Arbeit völlig unabhängig vom Aufenthaltsort der Beschäftigten. Anderseits kann das System auch anzeigen, ob und wie ein Mitarbeiter am besten erreichbar ist. „Das bedeutet einen großen Effizienzvorteil für die Unternehmen“, ist sich Ganser sicher.

Dabei ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Cisco hat alleine im vergangenen Jahr vier Mrd. Dollar in die Forschung und Entwicklung gesteckt, um Video-, Sprach-, Daten- und Mobilfunkdienstleistungen zu kombinieren. „Wir haben längst die Grenzen des klassischen Netzwerk-Spezialisten verlassen“, sagte Ganser.

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