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21.01.2005

17:30 Uhr

IT + Telekommunikation

Verteidiger fordern erneut Haftentlassung von Alexander Falk

Die Verteidiger des wegen schweren Betrugs angeklagten Internet-Unternehmers Alexander Falk haben erneut die Haftentlassung ihres Mandanten gefordert. „Es gibt keinen Schaden. Es gibt keinen Betrug.

dpa HAMBURG. Die Verteidiger des wegen schweren Betrugs angeklagten Internet-Unternehmers Alexander Falk haben erneut die Haftentlassung ihres Mandanten gefordert. „Es gibt keinen Schaden. Es gibt keinen Betrug. Alexander Falk ist sofort aus der Haft zu entlassen“, sagte Falks Anwalt Thomas Bliwier am Freitag vor dem Hamburger Landgericht.

Die Verteidigung stützt ihre Forderung auf ein Gutachten des Regensburger Wirtschaftsprofessors Jochen Drukarczyk, der bislang als einziger Sachverständiger im Prozess gehört worden ist. Die Staatsanwaltschaft dagegen hat bereits massive Zweifel an der Objektivität von Drukarczyk geäußert und einen möglichen Befangenheitsantrag angekündigt.

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, den Börsenkurs seines Unternehmens Ision durch Scheinumsätze nach oben getrieben und dadurch beim Verkauf an die britische Energis Ende 2000 einen überhöhten Preis kassiert zu haben. „Durch die Vernehmung des Sachverständigen ist bewiesen, dass die von der Staatsanwaltschaft behaupteten Scheinumsätze sich nicht positiv auf den Unternehmenswert der Ision ausgewirkt haben“, meinte Falk-Anwalt Bliwier. Die Energis wiederum habe in ihren Berechnungen Fehler gemacht, mit denen Falk nicht habe rechnen müssen.

Der 35-jährige, der sich auch wegen Steuerhinterziehung und Kursmanipulation verantworten muss, sitzt seit mehr als anderthalb Jahren in Untersuchungshaft.

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