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08.02.2016

18:19 Uhr

Viagra-Werbung und dubiose Rechnungen

Spam-Mails in Deutschland mehr als verdoppelt

E-Mail-Nutzer in Deutschland bekommen immer mehr unerwünschte Werbepost. Die Zahl sogenannter Spam-Mails hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Fast jeder zweite Nutzer wurde Opfer von Internetkriminellen.

Im Schnitt 105,9 Millionen Spam-Mails landeten 2015 pro Tag in den E-Mail-Ordnern der Nutzer. 2014 waren es noch rund 50 Millionen. Reuters

Cyberkriminalität

Im Schnitt 105,9 Millionen Spam-Mails landeten 2015 pro Tag in den E-Mail-Ordnern der Nutzer. 2014 waren es noch rund 50 Millionen.

BerlinOb Viagra-Werbung, dubiose Rechnungen oder Karriere-Angebote: E-Mail-Nutzer in Deutschland bekommen immer mehr unerwünschte elektronische Post. Das Spam-Aufkommen hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, wie eine Auswertung der größten deutschen Mail-Anbieter GMX und web.de ergab.

Und fast jeder zweite Deutsche wurde laut einer Umfrage im Auftrag der Telekom schon einmal Opfer von Internetkriminellen.

Die Spamfilter von GMX und web.de, der beiden Tochterfirmen des Internetkonzerns 1&1, erkannten 2015 im Schnitt 105,9 Millionen Spam-Mails pro Tag. 2014 waren es rund 50 Millionen. Auch die Zahl von schädlichen Links in Spam-Mails erhöhte sich stark: Davon entdeckten die Anti-Spam-Teams der beiden Provider im Durchschnitt 31 Millionen täglich - nach sechs Millionen pro Tag im Vorjahr.

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Laut 1&1 sind die Gründe für den Anstieg vielfältig. Zum einen sei eine Professionalisierung der Online-Kriminellen hin zu einer eigenen Industrie zu beobachten. „Das Spam-Volumen ist in den letzten Monaten enorm gestiegen. Mittlerweile betreiben Spammer-Organisationen in Arbeitsteilung den Versand der Spam-Mails in industriellem Ausmaß“, sagte Jan Oetjen, Geschäftsführer der beiden E-Mail-Anbieter, der Zeitung „Welt“.

Aber auch die stark steigende Zahl von Smartphones und Tablets spielt eine Rolle, weil dadurch auch die Zahl der E-Mails weiter zunehme. So wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 544,2 Milliarden E-Mails versendet, 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit werde das Medium für Online-Kriminelle attraktiv, erklärte 1&1-Sprecher Jörg Fries-Lammers zum Safer Internet Day am Dienstag.

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