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28.01.2004

14:45 Uhr

Virus- und Wurminfektionen

Chronik: Die gefährlichsten Computer-Viren

Computer-Viren und -Würmer richten jährlich Milliardenschäden an. Mehr als 60 000 Computer-Viren sind bislang identifiziert worden und monatlich kommen etwa 400 neue Parasiten dazu.

HB HAMBURG. Hier eine Chronik der folgenschwersten Virus-Epedemien der vergangenen Jahre:

März 1999: Der Wurm „Melissa“ verbreitet sich weltweit mit extrem hoher Geschwindigkeit und befällt bereits am Tag seines Erscheinens Zehntausende Computer. Er pflanzt sich per elektronischer Post im Schneeballsystem fort und lässt die befallenen Rechner unter der Last eingehender E-Mails zusammenbrechen. Betroffene Unternehmen sind unter anderen Microsoft und Boeing.

April 1999: Das CHI-Virus (auch „Tschernobyl“ genannt) sorgt bei Mill. Menschen für Aufregung. Der aus Taiwan stammende Parasit verbreitet sich vor allem in Asien und richtet Millionenschäden an. Allein in China sind mehr als 200 000 PCs betroffen. Auch der Computerriese IBM ist Opfer der Attacke.

Mai 2000: Mit rasanter Geschwindigkeit verbreitet sich der virtuelle Wurm „I love you“ über das E-Mail-Programm Outlook und richtet vor allem in großen Unternehmens-Netzwerken Milliardenschäden an. Das Virus mit der Betreff-Zeile „I love you“ hatte lawinenartig die Postfächer von Mill. Internet-Nutzern heimgesucht und die Netzwerke völlig überlastet. Zahlreiche Varianten entstehen in der Folge. US-Experten sprechen vom bösartigsten Virus der Computergeschichte. Schöpfer war ein Student von den Philippinen.

Juli/August 2001: Der Computer-Wurm „Code Red“ kriecht durch das Internet und infiziert weltweit Hunderttausende Internet-Rechner. Die erste Attacke des Wurms richtet sich gegen das Web-Angebot der US- Regierung. Er sollte sich in den Computern einnisten, vermehren und dann zu einem bestimmten Zeitpunkt von dort aus die Webseiten des Weißen Hauses unter einer Datenflut zusammenbrechen lassen. Techniker können den Angriff jedoch verhindern. Die Unternehmen müssen einen Milliardenbetrag ausgeben, um sich gegen den Virenbefall zu schützen.

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