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15.01.2008

15:17 Uhr

Vor der MacWorld

Die Angst der DVD vor dem iTunes

VonAxel Postinett

Die letzten Vorbereitungen für den Auftritt von Apple-Chef Steve Jobs auf der MacWorld in San Francisco sind noch nicht abgeschlossen, da reagiert bereits die betroffene Konkurrenz. In Erwartung eines Apple-Videoverleihs hat der Online-DVD-Verleiher Netflix in den USA praktisch alle Beschränkungen in seinem eigenen Online-Videodienst aufgehoben.

Experten erwarten, dass Apple künftig Filme über iTunes anbieten wird Foto: dpa dpa

Experten erwarten, dass Apple künftig Filme über iTunes anbieten wird Foto: dpa

SAN FRANCISCO. Netflix-Kunden können jetzt - zusätzlich zur normalen Bestellung von Video-DVDs per Postlieferung - einen Pool von 6000 Filmen und TV-Serien unbegrenzt online nutzen. Allerdings benötigen sie eine schnelle Internetverbindung. Denn sie dürfen die Filme nur „streamen“, also direkt anschauen, und nicht auf ihre Festplatte laden. Netflix hatte bislang die Anzahl der freien Online-Stunden gestaffelt nach Höhe des Monatsabonnements begrenzt.

Apple will nach Medieninformationen in Zukunft über seinen Onlineshop iTunes Filme gegen eine Gebühr von rund vier Dollar lediglich für jeweils 24 Stunden zugänglich machen. Dabei werden die Dateien auf der Festplatte gespeichert. Zudem sollen erste Studios wie 20. Century Fox angeblich auch bereit sein, erstmals eine Kopie ihrer DVDs auf Apple-Geräte zuzulassen. Bislang wird jedes Überspielen von kommerziellen Video-DVDs durch einen Kopierschutz unterbunden. Das soll auf der Apple-Messe Macworld verkündet werden.

Nexflix gilt als Pionier der Online-DVD-Vermietung. Kunden bestellen DVDs per Internet und bekommen sie per Post ins Haus. Das Unternehmen erwartet für das Kalenderjahr 2007 einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. Dollar und einen Nettogewinn nach GAAP zwischen 57 und 62 Mill. Dollar. Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr werden am 23. Januar erwartet.

Netflix aus dem kalifornischen Los Gatos hat allen Grund zur Besorgnis. Ein Apple-Vermietdienst würde sich direkt gegen das Netflix-Kerngeschäft richten. Schon jetzt ist die Konkurrenz in diesem Bereich enorm: alleine in Deutschland etwa tummeln sich mehr als ein Dutzend Anbieter im DVD-Versand.

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