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22.10.2012

16:18 Uhr

Vor Start von Windows 8

Microsoft erneuert Skype

Alles für die 8: Microsoft hat die Software von Skype überarbeitet. Der Internettelefonie-Dienst ist nun für das neue Betriebssystem Windows 8 gerüstet. Das kommt in wenigen Tagen auf den Markt.

Microsoft hat Skype im vergangenen Jahr für 8,5 Milliarden Dollar übernommen – nicht zuletzt wegen der großen Nutzerbasis. dpa

Microsoft hat Skype im vergangenen Jahr für 8,5 Milliarden Dollar übernommen – nicht zuletzt wegen der großen Nutzerbasis.

RedmondWenige Tage vor dem Start seines neuen Betriebssystems Windows 8 hat Microsoft auch die Software für den Internettelefonie-Dienst Skype aufgefrischt. Unter anderem wurde die Bedienung die Funktionsweise anderer Windows-8-Apps angepasst. Skype kann jetzt zudem tiefer in Windows eingebunden werden, wie Microsoft am Montag ankündigte.

Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos über das Internet telefonieren, auch mit Videoübertragung. Der Kauf von Skype im vergangenen Jahr war mit 8,5 Milliarden Dollar die teuerste Übernahme in der Geschichte von Microsoft. Der Deal hatte damals für einige hochgezogene Augenbrauen gesorgt: Der Preis war merklich höher als bei früheren Transaktionen um Skype, zudem hatte Microsoft bereits ähnliche Dienste im eigenen Haus. Nach Einschätzung von Experten ging es dem Windows-Riesen auch um die mehr als eine halbe Milliarde registrierte Skype-Nutzer.

Diese Neuerungen bietet Windows 8

Kachel-Design

Windows 8 sieht schon auf den ersten Blick anders aus: Microsoft übernimmt aus seinem mobilen Betriebssystem das Kachel-Design. Zu sehen sind nun rechteckige Flächen, in denen Nutzer zum Beispiel Programme sortieren können. Und in den sogenannten Live-Kacheln werden Inhalte in Echtzeit aktualisiert – ob der Wetterbericht aus dem Netz oder die Mitteilung über neu eingetroffene E-Mails. Die bekannte Taskleiste samt dem mit Windows 95 eingeführten Startknopf verschwindet dagegen. Einen Desktop gibt es allerdings immer noch, der über eine Kachel aufgerufen wird.

Bedienung per Fingerzeig

Microsoft hat Windows 8 für die Nutzung per Touchscreen angepasst. Anwender können mit den Fingern navigieren, wenn ihr Rechner einen berührungsempfindlichen Bildschirm hat, aber auch klassisch mit Maus und Tastatur. Dass beides in einem Gerät vereint sein kann, zeigen etliche neue Modelle, die Tablet-Computer und Notebook in einem sind.

Ein eigener App Store

Apple lässt grüßen: Microsoft hat für sein neues System den Windows Store eingerichtet. Über die Plattform können Entwickler Apps verbreiten, die für Touchscreens optimiert sind. Auch Spiele werden angeboten. Diese Anwendungen laufen auf allen Geräten, ob mit Windows 8 oder dem abgespeckten Windows RT für Geräte mit stromsparenden ARM-Prozessoren.

Cloud-Dienste

Schon beim Start wird es deutlich: Microsoft integriert seine Cloud-Angebote nahtlos in das neue Betriebssystem. Nutzer können sich künftig mit ihren Daten vom Online-Dienst Windows Live am Rechner einloggen. Damit haben sie direkten Zugriff beispielsweise auf den Online-Speicher Skydrive, außerdem lassen sich die persönlichen Einstellungen und der Browser-Verlauf zwischen verschiedenen Rechnern synchronisieren.

Vorinstallierter Virenscanner

Microsoft hat große Teile seines Software-Pakets Security Essentials in Windows 8 integriert. Der Wächter soll vor Viren und Trojanern schützen.

Neue Prozessoren

Mit Windows 8 unterstützt Microsoft erstmals nicht nur die traditionellen x86-Chips von Intel und AMD, die in PCs laufen: Die Software-Variante Windows RT läuft auch mit stromsparenden Prozessoren mit ARM-Architektur. Diese kommen in Tablet-Computern zum Einsatz, etwa dem iPad, künftig aber auch im Surface RT, den Microsoft selbst auf den Markt bringt. So kann das Unternehmen in einem wichtigen Segment Fuß fassen. Allerdings können Nutzer auf RT-Rechnern nicht mehr ihre klassische Windows-Software installieren, nur Apps aus dem Windows Store.

Der Konzern bringt sein neues Windows am Freitag auf den Markt und erhofft sich davon einen Impuls für den schwächelnden PC-Markt.

Von

dpa

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