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20.05.2015

10:15 Uhr

Vorerst auf Mobilgeräten

Twitter-Nachrichten werden bei Google angezeigt

Twitter-Nachrichten bekommen einen prominenten Platz in der Google-Suche - allerdings zunächst nur auf Mobil-Geräten in den USA. Google experimentiert noch, wann und an welcher Stelle die Tweets angezeigt werden sollen.

Wer bei Google zusätzlich zum Suchbegriff noch „Twitter“ eintippt, bekommt zukünftig auch Meldungen des Kurznachrichtendienstes angezeigt. dpa

Twitter-Suche bei Google

Wer bei Google zusätzlich zum Suchbegriff noch „Twitter“ eintippt, bekommt zukünftig auch Meldungen des Kurznachrichtendienstes angezeigt.

San FranciscoDie Google-Suche auf Smartphones und Tablets in den USA wird prominent mit aktuellen Beiträgen aus dem Kurznachrichtendienst Twitter ergänzt. So werden zum Beispiel, wenn man nach „NASA“ und „Twitter“ sucht, auch Twitter-Nachrichten der US-Weltraumagentur angezeigt, wie Google am Dienstag erläuterte. Die Funktion komme sowohl in die Google-Apps für Apple- und Android-Geräte als auch in die Websuche. In den nächsten Monaten solle sie auch in weiteren Ländern verfügbar sein, eine PC-Version werde in Kürze folgen, kündigte Twitter an.

Für Twitter könnte die Kooperation eine Chance sein, schneller die Nutzerzahlen zu steigern - neben der Auswahl von Tweets gibt es einen „Mehr anzeigen“-Button, der zum Kurznachrichtendienst weiterleitet. Mit zuletzt gut 300 Millionen aktiven Nutzern wuchs Twitter den Investoren bisher oft nicht schnell genug.

Google zeigte bereits vereinzelte Tweets in den Suchergebnissen an. Der Anfang des Jahres ausgehandelte neue Deal gibt dem Internet-Konzern einen direkten Zugang zu dem Nachrichtenfluss von Twitter. Pro Tag wird rund eine halbe Milliarde Tweets veröffentlicht. Twitter hatte Google bereits im Jahr 2009 für zwei Jahre Zugang zu der Tweet-Pipeline gewährt.

Nach ersten Eindrücken tauchen die Twitter-Nachrichten in den Treffer-Listen bei unterschiedlichen Suchanfragen an verschiedenen Stellen oder gar nicht auf. Google probiere aus, was bei den Nutzern Anklang finde, sagte ein Sprecher dazu dem „Wall Street Journal“.

Von

dpa

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