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16.05.2017

20:43 Uhr

„WannaCry“-Angriff

Hacker drohen mit Veröffentlichung von Bankdaten

Die in den „Wanna Cry“-Angriff verwickelte Hackergruppe Shadow Brokers droht mit der Veröffentlichung von Bankdaten. Ab Juni sollen unter anderem Daten von Banken, die an Swift teilnehmen, publik gemacht werden.

Die Hacker wollen Daten von Banken und von den Atom- und Raketenprogrammen von Nordkorea, Russland, China und dem Iran publik machen. dpa

Cyberkriminalität

Die Hacker wollen Daten von Banken und von den Atom- und Raketenprogrammen von Nordkorea, Russland, China und dem Iran publik machen.

Frankfurt/WashingtonEine in den „WannaCry“-Angriff verwickelte Hackergruppe hat die Veröffentlichung von Daten aus dem Swift-Bankensystem und diversen Atomprogrammen sowie den Verkauf hochgefährlicher Schadsoftware angekündigt. Die Shadow Brokers erklärten am Mittwoch in einem Blog, sie bereiteten eine monatliche Freigabe von Dateien vor.

Dabei sollten ab Juni Daten von Banken, die an Swift teilnehmen, und von den Atom- und Raketenprogrammen von Nordkorea, Russland, China und dem Iran publik gemacht werden. Zudem sei man bereit, gegen Geld Werkzeuge zur Nutzung von bislang unveröffentlichten Schwachstellen bei Windows 10 und anderen Zielen wie Internet-Browser und Mobiltelefonen weiterzugeben.

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Die Aufregung um den Cyber-Angriff „Wanna Cry“ ist noch nicht abgeklungen, da finden Experten schon weitere digitale Waffen. Auch diese nutzen ein Werkzeug, das Hacker von der US-Spionagebehörde NSA entwendet haben.

Einige Sicherheitsexperten wie Matthieu Suiche von Comae Technologies gehen davon aus, dass die Shadow Brokers Zugang zu Dateien des US-Geheimdienstes NSA haben. Die Hacker versuchten im August erfolglos, ältere Programme zu verkaufen, die aus dem NSA-Cyberarsenal stammen sollen.

Teile des später veröffentlichten Codes sollen in die „WannaCry“-Schadsoftware eingebaut worden sein, die seit Freitag Windows-Recher befällt. Nach den jüngsten Angriffen ist die Forderung lauter geworden, die Geheimdienste zur Meldung von Software-Schwachstellen zu bewegen, die sie gegenwärtig für ihre eigenen Zwecke geheim halten. Die NSA hat sich weder zu den Shadow Brokers noch zu „WannaCry“ geäußert.

Von

rtr

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