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23.12.2011

11:04 Uhr

Weihnachten

Vatikan twittert die frohe Botschaft

Aus dem Vatikan wird fleißig getwittert. Der Papst selbst verschickte erst einen Tweet, doch Kardinal Gianfranco Ravasi nutzt die Microbloggin-Dienst intensiv. Die deutschen Kardinäle machen noch nicht mit.

Der Kurznachrichtendienst Twitter wird auch von der katholischen Kirche genutzt. dpa

Der Kurznachrichtendienst Twitter wird auch von der katholischen Kirche genutzt.

Rom/MünchenKardinal Gianfranco Ravasi ist ein Vorreiter der katholischen Kirche. Kein Tag vergeht, an dem der Präsident des Päpstlichen Kulturrates nicht sein Nutzerkonto bei Twitter, dem Internetdienst für Kurzbotschaften, füttert. „Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides“ twitterte er etwa am zweiten Adventssonntag. Es war ein Zitat von Konrad Adenauer, das der Kardinal da den rund 5000 Abonnenten seines Twitter-Kontos als Botschaft aus dem Vatikan für die Weihnachtszeit mit auf den Weg gab. Von einem deutschen Kardinal wäre solch eine Botschaft nicht zu bekommen - beim Twittern besteht beim deutschen Klerus Missionierungsbedarf.

Ende Juni hatte auch Papst Benedikt XVI. einen Tweet, so heißen die Kurznachrichten, verbreitet. „Liebe Freunde, ich habe gerade www.news.va gestartet. Gelobt sei unser Herr Jesus Christus. Mit meinem Gebet und Segen. Benediktus XVI.“, hieß seine Botschaft. Seither übernehmen für den 84-jährigen Papst allerdings Redakteure das Verbreiten von Kurznachrichten.

Für Ravasi, der im Umgang mit den Medien zu den profiliertesten Kardinälen zählt, ist das Twittern dagegen Alltag geworden. Die „knappe und prägnante Sprache“ von Twitter könne auch der religiösen Kommunikation etwas bringen, glaubt der Kardinal. Der 69-Jährige verfolgt ein klares Ziel: Er wolle, dass die Religion auch für die Jugend wichtig bleibe, sagte er immer wieder in Interviews, mit Twitter könne er die an Fernsehen und Internet gewöhnte Generation besser erreichen. „Ein Kind, das den ganzen Nachmittag vor einem Computerbildschirm verbringt, hat eine andere Art zu kommunizieren als wir. Wir wollen ein Teil dieser minimalen, beinahe schon mikroskopischen Kommunikation der Tweets werden.“

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