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01.06.2015

10:26 Uhr

Windows 10 kommt im Juli

Microsoft geht voll auf die 10

Es ist für Microsoft der wichtigste Termin seit Jahren: Am 29. Juli kommt Windows 10 auf den Markt. Nutzer können das neue Betriebssystem sogar kostenlos herunterladen – die Registrierung ist ab sofort möglich.

Neues Betriebssystem

Microsoft startet Mobil-Offensive mit Windows 10

Neues Betriebssystem: Microsoft startet Mobil-Offensive mit Windows 10

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RedmondMicrosoft bereitet sich auf den größten Produktstart seit Jahren vor: Windows 10 kommt im Sommer auf den Markt. Nun hat der Konzern den konkreten Termin genannt: Das neue Betriebssystem werde am 29. Juli als kostenloses Upgrade bereitstehen, teilte er am Montag mit. Das gelte für 190 Länder und 111 Sprachen.

Alle Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 könnten ab dem Tag die Software kostenlos herunterladen. Bis zum Ende der unterstützten Lebensdauer des jeweiligen Gerätes lasse sich die Software aktualisieren. Das Kostenlos-Angebot gelte zwölf Monate lang. Ab sofort könnten Nutzer sich ihr Upgrade unter windows.microsoft.com reservieren. Schon an der Entwicklung beteiligten sich zahlreiche Menschen: Mehr als vier Millionen Kunden hätten bis heute an dem Windows-Insider-Programm zum Test von Windows 10 teilgenommen, teilte Microsoft mit.

Das neue Betriebssystem soll eine neue Generation von Windows einläuten und eine einheitliche Plattform für alle Geräte bieten: Die Software gleichermaßen PCs, Smartphones und Tablets, wird aber an die jeweilige Umgebung angepasst – auf einem Tablet ist beispielsweise eine Touch-Oberfläche zu sehen, auf einem PC können Nutzer mit Maus und Tastatur navigieren. Auch auf der Spielekonsole Xbox wird das System laufen: Spiele aus der Plattform Xbox Live könnten dann von allen Geräten gespielt beziehungsweise weitergespielt werden.

Microsoft ermöglicht Entwicklern mit diesem Ansatz, ihre Apps ohne großen Aufwand für die anderen Plattformen anzupassen. Der Konzern will so vor allem das Angebot an Apps für Windows-Smartphones erweitern, das bislang deutlich kleiner ist als bei den Konkurrenzplattformen Android und iOS von Apple.

Wie Windows wurde, was es ist

Windows 1.0

Der Urahn des inzwischen meistgenutzten PC-Betriebssystems kam im November 1985 auf den Markt. Damals war Microsoft noch ein Außenseiter, während der Platzhirsch IBM und der Aufsteiger Apple den Kampf um den PC-Markt auszufechten schienen. Anfangs arbeitete sich Windows nur mühsam ins Geschäft – denn Microsoft verzichtete zunächst angesichts eines jahrelangen Patentstreits mit Apple auf grafische Bedienungselemente.

Windows 3.1

Mit dieser Version lernte Windows 1992, Videos abzuspielen, bekam die ersten integrierten Spiele und neue Schriften. Die Grundansicht mit den überlappenden Fenstern und einem Desktop für Programm-Symbole blieb – mit einigen Design-Änderungen – lange erhalten.

Windows NT

Parallel zu den Consumer-Versionen von Windows entwickelte Microsoft nach dem Scheitern des OS/2-Projektes mit IBM eine Windows-Version mit einem neuen Programm-Kern („Windows New Technology“). NT wurde mit Windows 2000 fortgeführt und ging später in Windows XP auf.

Windows 95

Die radikale Erneuerung von 1995 brachte in Grundzügen das Windows, das heute praktisch jeder kennt. Unter anderem wurde der „Start“-Knopf mit dem Balken am unteren Bildschirmrand eingeführt. Nachdem nachträglich der Web-Browser Internet Explorer zum Windows-Grundpaket hinzugefügt wurde, setzte sich Microsoft zum Ärger der Wettbewerbshüter in diesem Bereich gegen den Pionier Netscape durch. Auf die Version folgten die kleineren Aktualisierungen Windows 98 und ME.

Windows XP

2001 brachte Microsoft die bisher langlebigste Version seines Betriebssystems auf den Markt, die immer noch auf vielen Rechnern läuft. Mit Windows XP wurden viele visuelle Effekte hinzugefügt, ebenso wie wichtige Funktionen wie etwa schneller Benutzerwechsel, eine integrierte Firewall für mehr Sicherheit und verbesserter Medienwiedergabe.

Windows 7

Das Betriebssystem Windows Vista sollte XP verdrängen, wurde von den Nutzern aber weitgehend ignoriert. Die 2007 veröffentlichte Version bot zwar neue Bildschirmansichten, aber eine für viele Nutzer verwirrende Rechteverwaltung für Benutzerkonten. Erst mit der Vorstellung von Windows 7 im Oktober 2009 konnte Microsoft die Anwender wieder überzeugen.

Windows 8

Mit Windows 8 wollte sich Microsoft für den Wandel der Computer-Welt rüsten: Die neue Kacheloberfläche ist für Touchscreens ausgelegt und eignet sich damit auch für Tablet-Computer – äußerlich ähnelt das System damit dem Smartphone-Betriebssystem Windows Phone. Microsoft stellte Windows 8 im Oktober 2012 vor. Gerade an der neuen Bedienung wurde jedoch schnell viel Kritik laut.

Windows 8.1

Ein Update für Windows 8 kam im Oktober 2013 auf den Markt. Das kostenlose Windows 8.1 soll die größten Kritikpunkte an dem Vorgänger ausräumen. So können Nutzer direkt auf den Desktop starten und so die Kacheloberfläche umgehen. Zudem kehrt der Startknopf zurück, wenn auch nicht das klassische Startmenü.

Windows 10

Im Sommer 2015 hat Microsoft Windows 10 auf den Markt gebracht. Der Konzern verspricht so viele Neuerungen, dass die Produktbezeichnung „9“ mit Absicht übersprungen wurde. Das neue System soll auf allen Geräten laufen, vom Desktop-PC bis zum Smartphone. Der Konzern will die Version mit regelmäßigen Updates auf dem Stand der Technik halten. Eine optische Änderung: Das Startmenü kehrt zurück.

Wie bei Windows übliche gibt es diverse Versionen, insgesamt sieben. Eine ist für vernetzte Geräte gedacht, etwa Geldautomaten, Aufzüge und Industrieroboter, aber auch das vernetzte Zuhause – Experten sprechen vom Internet der Dinge. Auch auf der Datenbrille Hololens soll eine Windows-10-Version laufen.

Zu den weiteren Neuerungen zählt der neue Browser „Edge“, der speziell an das Betriebssystem angepasst ist. Der digitale Assistent Cortana ist künftig auch auf PCs verfügbar. Zudem kehrt auf dem Desktop das Startmenü zurück, allerdings in etwas modifizierter Form (siehe Bildergalerie).

Kommentare (13)

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Sergio Puntila

01.06.2015, 11:34 Uhr

Nicht voll auf die 10, sondern voll auf die 12.
Elende...

Herr Phillip Schneider

01.06.2015, 11:44 Uhr

Bin voll mit 7 zufrieden und da werde ich auch weiterhin bei bleiben. Was ich auf den Bildern über das Design von Windows 10 gesehen habe spricht mich nicht an.

Herr Marc Otto

01.06.2015, 11:57 Uhr

Mich würde es auch sehr interessieren, warum ich von 7 auf 10 wechseln sollte ?

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