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27.07.2015

11:20 Uhr

Windows 10 vor dem Start

Was PC-Nutzer jetzt wissen müssen

VonChristof Kerkmann

Millionen von Computernutzern können in den kommenden Tagen ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 bekommen. Wie die Installation gelingt, was das neue System bringt – und warum es sinnvoll ist, damit noch zu warten.

Das Upgrade ist nicht für alle Nutzer sinnvoll. dpa - picture alliance

Windows 10

Das Upgrade ist nicht für alle Nutzer sinnvoll.

Das Symbol sticht ins Auge: Microsoft bietet Millionen von Computernutzern den Umstieg auf das neue Betriebssystem Windows 10 an – und zwar kostenlos. Das kleine Windows-Logo unten rechts auf dem Bildschirm fordert zur Registrierung auf, bevor das System am Mittwoch an den Start geht. Auch wenn der Software-Hersteller massiv dafür wirbt: Das Upgrade ist nicht für alle Nutzer sinnvoll. Was der Computer leisten muss, wie man ihn vorbereitet und warum keine Eile geboten ist: Handelsblatt Online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Für wen ist Windows 10 kostenlos?

Für Computer mit Windows 7 und 8.1 bietet Microsoft ein kostenloses Upgrade auf eine vergleichbare Version an. Das Angebot gilt ein Jahr lang, also bis zum 29. Juli 2016. Illegale Kopien sind vom Upgrade ausgeschlossen. Pech haben auch Besitzer von Geräten mit Windows RT, das parallel zu Windows 8 erschien: Windows 10 läuft darauf nicht. Wer sich einen neuen Windows-PC kauft, bezahlt die Lizenz automatisch mit – der Gerätehersteller führt die Gebühr an Microsoft ab. Auch Unternehmen müssen für das neue Windows zahlen. Die genauen Preise hängen davon ab, welche Version sie nutzen und ob sie eine Volumenlizenz haben.

Ich geb’s zu: Ich habe noch Windows XP…

Wer die alten Betriebssysteme XP und Vista überholen möchte, muss zahlen. Für Windows 10 Home empfiehlt Microsoft dem Handel einen Preis von 135 Euro, für die umfangreichere Variante Windows 10 Pro sind es 280 Euro. Allerdings stellt sich bei alten Computern die Frage, ob deren Hardware ausreicht und daher eine Neuanschaffung nicht sinnvoller wäre (siehe übernächste Frage).

Die Geschichte von Microsoft Windows

1975

Am 4. April gründen die Kindheitsfreunde Bill Gates und Paul Allen das Unternehmen.

1980

Microsoft bekommt von IBM den Auftrag, ein Betriebssystem für den geplanten Personal Computer zu liefern. Microsoft bietet ein zugekauftes Programm unter dem Namen MS-DOS an. Microsoft kann MS-DOS auch anderen Herstellern verkaufen, so legt es der Deal fest.

1985

Microsoft veröffentlicht das erste - quasi noch unbrauchbare - Windows, eine grafische Erweiterung für MS-DOS.

1987

Microsoft stellt Windows 2 vor. Apple wirft Microsoft Ideenklau vor und klagt vor Gericht. In dem komplizierten Rechtsstreit kann sich Microsoft fünf Jahre später endgültig durchsetzen.

1990

Windows 3.0 erhält eine komplett neue Oberfläche. Die Nachfolgeversion 3.11 (1994) gilt als die erste wirklich brauchbare Windows-Variante.

1993

Mit Windows NT stellt Microsoft ein 32-Bit-System für Workstations und Server vor.

1995

Windows 95 wird mit einem zuvor unüblichen Marketing-Aufwand auf den Markt gebracht.

1998

Windows 98 kommt als Weiterentwicklung von Windows 95 auf den Markt.

2000

Windows Me ist das letzte Betriebssystem, das auf MS-DOS aufsetzt. Diese Windows-Variante galt als besonders fehleranfällig.

2001

Im Oktober bringt Microsoft Windows XP heraus, sein langlebigstes Betriebssystem. XP setzt auf der Architektur der Windows-NT-Familie auf.

2007

Windows Vista verkauft sich zwar gut, ist aber bei Nutzern unter anderem wegen umständlicher Bedienung unbeliebt.

2009

Windows 7 soll die Schwächen von Vista ausbessern.

2012

Windows 8 verfügt über zwei unterschiedliche Benutzeroberflächen: eine Kacheloptik für Tablet Computer und ein herkömmlicher Windows-Desktop für PCs. Anwender vermissen den beliebten Start-Button. Ein Jahr später wird das System auf die Version 8.1 aktualisiert.

2015

Mit Windows 10 bietet Microsoft eine einheitliche technische Plattform für PCs, Tablet-Computer und Smartphones an. Das Start-Menü kehrt auf den PC zurück.

Wie sieht es mit Windows-Smartphones aus?

Auf Smartphones mit Windows 8.1 läuft prinzipiell Windows 10, eine Garantie gibt Microsoft allerdings nicht. Die Verfügbarkeit hänge vom Hardware-Hersteller oder Mobilfunkanbieter ab, man arbeite mit den Partnern an einem Upgrade. Bei den Vorabtests unterstützte der Konzern zahlreiche Lumia-Geräte aus dem eigenen Haus, hier dürften die Chancen gut sein. Eine offizielle Liste dürfte erst in den nächsten Wochen erscheinen – die Smartphone-Variante kommt im Herbst heraus.

Auf welchen PCs läuft Windows 10?

Die Hardware-Anforderungen sind nicht übermäßig hoch, daher läuft die Software auch auf vielen älteren Rechnern. Der Prozessor muss mindestens ein Gigahertz Taktfrequenz leisten, in Sachen Arbeitsspeicher verlangt Windows 10 einen Gigabyte bei 32-Bit-Systemen und zwei Gigabyte bei 64-Bit-Systemen. Auch die Anforderungen an die Grafik sind überschaubar. Wenn der Rechner die Kriterien nur so gerade erfüllt, könnte das allerdings Windows 10 spürbar bremsen. Ob die Hardware kompatibel ist, prüft Microsoft bei der Online-Registrierung für das neue Betriebssystem. Eine Übersicht mit den Anforderungen gibt es auch online.

Kommentare (8)

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Frau Bärbel Meier

27.07.2015, 12:17 Uhr

Die neuen Windows haben einen entscheidenen Nachteil, nämlich das man sich nur noch mit einer ONLINE-Anmeldung bei Windows seinen Rechner hochgefahren bekommt. Ich bleibe schön bei meiner alten Windows 7-Version und wenn die es nicht mehr macht kaufe ich einen Apple-Rechner, da kommt man ohne diesen Blödsinn aus.

Herr Marc Otto

27.07.2015, 12:44 Uhr

Ich habe meine Win-7 CD und werde sofort zurück gehen, wenn das neue WIN Probleme machen sollte.

Oky, das WIN 10 ist kostenfei, aber Vorteile kann ich bisher noch nicht erkennen. Wenn ja, bleibe ich dabei, wenn nicht, dann spiele ich mir das WIN-7 wieder auf.

Herr F. Gessw.

27.07.2015, 12:47 Uhr

Abgesehen von Grammatik- und Orthographieschwächen verbreiten Sie mit Ihrem Post auch falsche Fakten - über google in weniger als 30 Sekunden widerlegbar, aber auch aus eigener Erfahrung.

Es ist völlig problemlos weiterhin möglich, in Windows 8.1 und Windows 10, den PC Offline zu nutzen (wie auch immer das heutzutage konkret aussehen soll. Was macht man dann??). Sie haben dann keinen Zugriff auf den MS Store (was für ein Nachteil ;)...) und ich glaube, MS OneDrive klappt auch nicht. Aber sonst geht das einwandfrei.

Es geht mir wirklich nicht darum, MS zu verteidigen - obwohl die mMn in den letzten Jahren ordentliche Arbeit gemacht haben bei Ihren Programmen und auch den Telefonen - aber Apple ist da wirklich nicht anders, da spricht nur wieder die Ahnungslosigkeit aus Ihnen.

Aber es liegt mir auch fern, mit Ihnen zu diskutieren, Sie könnten sich ja schlicht informieren, bevor Sie etwas posten, kaufen, upgraden oder sonst etwas tun.
Wie sehr Sie sich an Apple binden müssen, um es vernünftig zu nutzen - Sie können es auch gerne per trial and error herausfinden ;-). Viel Spaß.

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