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25.10.2011

15:57 Uhr

Windows XP

Erfolgreicher als es Microsoft lieb war

Windows XP ist zehn Jahre alt. Pünktlich zum Geburtstag wird es endlich von Windows 7 überholt. Doch noch immer gehört das Uralt-Windows zu den beliebteste Betriebssystemen überhaupt.

Computer mit Windows XP. Inzwischen wird das Microsoft-Betriebssystem nicht mehr mit PCs verkauft. ap

Computer mit Windows XP. Inzwischen wird das Microsoft-Betriebssystem nicht mehr mit PCs verkauft.

FrankfurtWenn in den vergangenen Jahren vom Betriebssystem Windows von Microsoft die Rede war, dann war damit eigentlich immer Windows XP gemeint. Es kam vor genau zehn Jahren, am 25. Oktober 2001, in den Handel. Microsoft setzte mit XP einen Standard der über Jahre Bestand hatte. Ja, Windows XP war sogar erfolgreicher, als es Microsoft lieb war. Denn erst in diesem Jahr schaffte es Windows 7 bei den Marktanteilen das inzwischen in mancher Hinsicht in die Jahre gekommene XP abzulösen.

Als Windows XP vor zehn Jahren präsentiert wurde, begann das digitale Zeitalter gerade durchzustarten. Das sollte auch das Kürzel XP deutlich machen. Es stand für „eXPierence“. Der Nutzer sollte völlig neue Erfahrungen bei der Verwendung digitaler Medien mit diesem Betriebssystem machen können, ob es bei Musik, Film oder beim Surfen im Internet war. Betont wurde diese mediale Erfahrung auch dadurch, dass eine eigene Windows XP Media Center Edition erschien.

Windows XP war dabei trotz aller Kritik, die es immer wieder gab - und die eine ganze Ratgeber-Branche am Leben erhielt, so erfolgreich, dass die Nutzer auch von Microsoft nur schwer zu überzeugen waren, dass sie auf ein neueres System wechseln sollten. Eigentlich erschien mit Windows Vista schon im Januar 2007 ein XP-Nachfolger. Aber Vista konnte sich nie richtig durchsetzen. Gerade auch Unternehmen blieben beim „gereiften“ XP.

Mit Service Packs aufgerüstet

Dafür, dass sich XP solange halten konnte, sorgten auch die drei großen Service-Packs, die es neben den ständigen Aktualisierungen für dieses Betriebssystem gab. So wurde XP mit neuen Media-Playern oder auch Internet Explorern für das Surfen im Netz ständig aufgerüstet.

Was Stabilität, Funktionalität aber vor allem auch Hardware-Kompatibilität angeht, konnte Microsoft erst mit dem vor zwei Jahren erschienenen Windows 7 die Nutzer wieder überzeugen. Als Windows 7 in den Handel kam, lag der XP-Marktanteil bei den PC-Betriebssystemen noch bei fast 70 Prozent, während Vista auf etwa 25 Prozent kam. Jetzt aber hat es Windows 7 geschafft und im Oktober mit einem Marktanteil von 40 Prozent Windows XP als weltweit meistgenutztes Betriebssystem abgelöst. Vista liegt nur noch bei etwas mehr als zehn Prozent.

Kommentare (3)

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Steve_Jobs

25.10.2011, 16:24 Uhr

Warum ein neues betriebssysteem ab 2014, XP lief 10 jahre gut und wird es auch noch 10 jahre weitermachen

augenblickmal

25.10.2011, 17:59 Uhr

In unserem Haushalt laufen :

XP 32 , XP 64, Windows 2003 32 Bit
Demnächst Android. Sicher auch bald Win7 X64.

Wir vermissen nichts! Linux steht noch zum Testen an, aber nicht als Ersatz.
Habe 1981 mit DOS 1.1. angefangen und freue mich immer gerne über die Quizfragen a la 'Wer hat 1996 gesagt das das Internet nur ein kurzer Hype ' wäre (Bill Gates).
Beim iPhone warte ich auf Samsung 7.0



Account gelöscht!

25.10.2011, 18:29 Uhr

Windows 7 ist eine ergonomische Katastrophe. Das beginnt bei den vielen unnötigen Animationen, die einem spätestens dann auf den Geist gehen, wenn man Outlook 2010 zum dritten Mal öffnet. Noch viel kontraproduktiver sind halbtransparente Fensterrahmen. Auch die fehlende optische Trennung von Fenstertitel und Menüleiste ist zum Kotzen. Die meisten Probleme beim Benutzersupport machen die !"§$& Bibliotheken (oder wie die Dinger heißen - da bin ich nur noch allergisch): Die Benutzer finden ihre Daten nicht mehr oder meinen, da wären irgendwelche alten Kopien und löschen den Kram. Den Unterschied zwischen einer Datei und einer Verknüpfung darauf bringt man den meisten im Leben nicht mehr bei.

Eine Notlösung ist, den Hübschen einen Verweis auf "Eigene Dateien" auf den Desktop zu setzen.

Was bleibt? Microsoft packt den Benutzern eine Festung auf den Rechner, deren einzigen Schlüssel angeblich Microsoft besitzt. Wehe da kommt mal ein böser Virenschreiber auf die Idee, alle DOCX-Dateien als urheberrechtlich geschützte und nicht kopier- oder änderbare Werke zu markieren. Dann braucht er nur noch den "Burgschlüssel" umzudrehen und wegzuwerfen. Das weltweite Chaos wäre unbeschreiblich.

Was ich dagegen tue? Meinen neuen Laptop habe ich mit Linux bestellt.

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