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17.03.2004

13:40 Uhr

Wissenschaftler optimieren Datentransfer

Schneller auf der Datenautobahn

Das Internet von Morgen soll vor allem schnell sein und weitaus größere Datenmengen als bisher bewältigen. Um Staus zu vermeiden, arbeiten Forscher und Unternehmen daran, mehr Platz auf den Datenautobahnen zu schaffen

hiz DÜSSELDORF. Der Hunger nach Bandbreite wächst exponentiell. Vor einigen Jahren waren Modems noch gut genug für den Besuch im Internet. Heute sollte es schon ein DSL-Anschluss sein, selbst ISDN erweist sich mittlerweile als Krücke. Und selbst mit einem Breitbandzugang brauchen die Daten oft noch zu lange, bis sie auf dem Bildschirm erscheinen. Wissenschaftler am Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik haben daher das Projekt Terabit Optics in Berlin ins Leben gerufen, um das Internet auf die Zukunft vorzubereiten.

Ziel ist es, mit möglichst kurzen Lichtpulsen viele Nachrichten rasch ineinander verschachtelt zu versenden. Dabei wird der Sicherheitsabstand auf der Datenautobahn quasi verringert. Im Fachjargon heißt die Methode Zeit-Multiplex-Verfahren. Um sie anzuwenden, braucht man jedoch exakt definierte Lichtpulse, die nicht länger als zwei Pikosekunden sein dürfen. Eine Pikosekunde ist ein Millionstel einer millionstel Sekunde. Anders gesagt: In einer Sekunde könnten theoretisch 500 Milliarden dieser Piko-Pulse, jeder Träger einer Information, versendet werden - das sind 0,5 Terabit bzw. die Datenmenge von tausend CDs.

Für die exakten Licht-Pulse benötigt man Hightech-Lichtquellen. Wenn die Lichtpulse in ihrer Intensität oder Frequenz zu stark variieren, können sie am anderen Ende der Datenautobahn nämlich nicht mehr exakt aufgelöst werden, die Informationen würden "verschmieren".

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