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28.01.2005

17:36 Uhr

IT + Telekommunikation

Zeitung: USA haben Sicherheitsbedenken bei IBM-Lenovo-Geschäft

Der geplante Verkauf des PC-Geschäfts von IBM an den chinesischen Hersteller Lenovo stößt auf Schwierigkeiten. Aus Sorge um die nationale Sicherheit werde ein Ausschuss um Finanzminister John Snow das Geschäft zunächst gründlich untersuchen, berichtete das „Wall Street Journal“.

IBM

Das Logo des Computerkonzerns IBM.

dpa WASHINGTON. Der geplante Verkauf des PC-Geschäfts von IBM an den chinesischen Hersteller Lenovo stößt auf Schwierigkeiten. Aus Sorge um die nationale Sicherheit werde ein Ausschuss um Finanzminister John Snow das Geschäft zunächst gründlich untersuchen, berichtete das „Wall Street Journal“.

Eine offizielle Entscheidung über die höchst ungewöhnlich Untersuchung war bis Freitag nicht gefallen. Drei Kongressabgeordnete hatten Snow in einem Schreiben aufgefordert, die Implikationen des Geschäfts zu untersuchen. „Bedenkt man die Beziehung zwischen so genannten Privatfirmen und den Regierungen in kommunistischen Ländern, finden wir, das es klar im öffentlichen Interesse ist, diese Untersuchung durchzuführen“, schrieben Henry Hyde, Donald Manzullo und Duncan Hunter.

IBM und Lenovo hatten sich im Dezember auf den Verkauf der PC-Sparte geeinigt. Mit der Transaktion im Umfang von 1,75 Mrd. Dollar würde Lenovo drittgrößter PC-Hersteller der Welt. IBM hatte den geplanten Verkauf ordnungsgemäß an den „Ausschuss Auslandsinvestitionen in den USA“ (Cfius) gemeldet. Der Ausschuss kann die normale Prüfungsperiode solcher Geschäfte verlängern, was allerdings selten vorkommt. Er könnte dem Präsidenten empfehlen, Geschäfte zu untersagen.

Manzullo sieht die Gefahr, dass die chinesische Regierung ihre Minderheitenbeteiligung an Lenovo ausbauen und US-Hersteller mit Preisdumping aus dem Weltmarkt treiben könnte, sagte er der Zeitung. Außerdem habe die Regierung umfangreiche Verträge mit IBM. „Warum sollte die Regierung von einer chinesischen Firma abhängen, deren Mehrheitseigner die chinesische Regierung ist?“, sagte Manzullo. „Das allein lässt es Kongressmitgliedern kalt den Rücken herunterlaufen.“

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