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28.12.2012

14:15 Uhr

Zensur in China

Internet-Nutzer müssen Real-Namen verwenden

China verstärkt die Internetkontrolle im Land: Nach einem neuen Gesetz müssen Internetnutzer künftig ihre Klarnamen verwenden und sich entsprechend ausweisen. So sollen illegale Aktivitäten im Netz unterbunden werden.

Junge Chinesen in einem Internetcafé in Peking. dpa

Junge Chinesen in einem Internetcafé in Peking.

PekingChina fordert von seinen 500 Millionen Internet-Nutzern, sich mit ihren echten Namen anzumelden. Ein neues Gesetz sieht vor, dass sie sich bei den Internet-Dienstanbietern ausweisen müssen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete. Die neue Regelung diene „dem besseren Schutz privater Informationen und der Sicherung öffentlicher Interessen“, hieß es.

China fährt einen harten Zensur-Kurs im Internet. Die Nutzer werden mit einer aufwendigen „großen chinesischen Firewall“ vor unerwünschten Informationen abgeschottet. Dazu werden unter anderem Filter eingesetzt, die auf bestimmte Worte reagieren. Tausende Zensoren sind im Einsatz, westliche Online-Dienste wie Facebook und Twitter sind blockiert. Zugleich werfen vor allem die USA chinesischen Geheimdiensten immer wieder vor, Unternehmen und Behörden über das Netz auszuspionieren.

Das neue Gesetz sei eine Reaktion auf Fälle, in denen Internet-Nutzer im Netz beleidigt oder verleumdet sowie digitale Informationen illegal genutzt worden seien, erklärte ein Rechtsverantwortlicher des Nationalen Volkskongresses, Li Fei. Menschen, die etwa korrupte Beamte anzeigen wollten, würden trotz der neuen Regelung geschützt.

Von

dpa

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