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11.01.2005

08:03 Uhr

Zusatzdienste sollen das Geschäft ankurbeln

Info-Webseiten werden nur langsam profitabel

Die ersten deutschen Informationsplattformen im Internet erreichen die Profitabilität. Die Online-Werbeausgaben der Unternehmen sollen 2005 um rund 20 Prozent steigen, heißt es.

sfu DÜSSELDORF. Die ersten deutschen Informationsplattformen im Internet erreichen die Profitabilität. „Der Markt hat sich deutlich verkleinert. Wer jetzt noch übrig ist, profitiert überproportional davon, dass sowohl Nutzerzahlen als auch Werbeumsätze steigen“, sagt Christoph Nogly, Multimedia-Referent beim Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger.

Nachrichtenseiten wie Spiegel Online oder Stern.de liegen nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung bei der Reichweite unter den Top 20-Seiten in Deutschland. Die Online-Werbeausgaben der Unternehmen sollen 2005 um rund 20 Prozent steigen.

„Allerdings haben alle Dienste in den letzten Jahren auch Stellen gestrichen und Kosten gesenkt“, berichtet Susanne Fittkau, Geschäftsführerin des Multimedia-Marktforschers Fittkau & Maaß Consulting. Die Einsparungen und das moderate Marktwachstum wirken: Bei einer Umfrage der Online Publishers Association Europe im Juni gaben 65 Prozent der befragten Webseiten an, bis Ende 2004 die Gewinnschwelle erreichen zu wollen. Doch nur ein Teil der Umsätze ist auf das Stammgeschäft mit Online-Werbung und bezahlten Informationen zurückzuführen.

So produziert etwa die Netzeitung die Videotexte für die Pro-Sieben-Sat1-Gruppe, stellt Nachrichten für fast ein Dutzend Radiostationen zusammen und pflegt die Webseiten diverser Zeitungen. Bei über zwei Mill. Euro Jahresumsatz hat die Internet-Publikation zum ersten Mal im Dezember 2003 die Gewinnzone erreicht.

Der Kölner Verlag DuMont Schauberg setzt dagegen auf E-Commerce: „Wir wollen uns als Online-Vermarkter für große Handelsgesellschaften positionieren“, sagt Firmenchef Konstantin Neven DuMont. Im Laufe des Jahres soll eine Handelsplattform an den Start gehen und in die Internet-Angebote des Kölner Express, des Stadtanzeigers, der Kölner Rundschau und der Tabloid-Zeitung Direkt integriert werden. Bis Ende des Jahren will Neven DuMont mit Internetprodukten schwarze Zahlen erwirtschaften.

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