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22.03.2012

13:41 Uhr

Joyn

Vodafone startet SMS-Nachfolger im Mai

Vodafone bringt als erster Mobilfunk-Anbieter in Deutschland den Nachfolger der SMS an den Start. Der neue Dienst soll ausschließlich über das Internet funktionieren. Andere Anbieter ziehen mit.

Die SMS ist auf dem Rückzug: Neue Gratis-Dienste wie WhatsApp, Google Talk oder iMessenger verdrängen sie auf Smartphones. dpa

Die SMS ist auf dem Rückzug: Neue Gratis-Dienste wie WhatsApp, Google Talk oder iMessenger verdrängen sie auf Smartphones.

BerlinNach Informationen der Nachrichtenagentur dpa will Vodafone ab Anfang Mai erste Geräte herausbringen, die den Multimedia-Standard RCS-e beherrschen. International ist dieser unter dem Markennamen Joyn bekannt - ob die Bezeichnung auch in Deutschland verwendet werden kann, muss jedoch noch rechtlich geklärt werden. RCS-e ermöglicht textbasierte Chats, Gespräche, Videotelefonate sowie den Versand von Dateien. Sämtliche Kommunikation wird übers Internet abgewickelt.

Der internationale Verband der Mobilfunkanbieter (GSMA) hatte den neuen Standard im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt. Zahlreiche Gerätehersteller kündigten ihre Unterstützung an. Auch die Netzbetreiber ziehen mit. Die Deutsche Telekom will Joyn „zum Sommer hin“ einführen, auch Telefónica unterstützt den Standard. Als Vorreiter galten bislang die spanischen Netzbetreiber, die den SMS-Nachfolger im Sommer starten wollen.

Vodafone will den Standard zunächst auf dem Samsung-Flaggschiff Galaxy S 2 integrieren, weitere Geräte folgen. Die Nutzung ist bei den Tarifen mit Internet-Flatrate („SuperFlat Internet“) enthalten. Joyn soll bei vielen neuen Geräten nahtlos ins System integriert werden, bei älteren Modellen kann es über ein Software-Update und externe Applikationen eingerichtet werden.

Chat-Dienste wie WhatsApp, Google Talk oder iMessenger setzen die Netzbetreiber zunehmend unter Druck: Immer mehr Nutzer setzen auf die Gratis-Angebote und ersparen sich so die Kosten für SMS. Den neuen Multimedia-Dienst könnten die Unternehmen im Paket mit Internet-Flatrates vermarkten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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NoJoyn

22.03.2012, 23:04 Uhr

Mit Whats App oder anderen Diensten die nicht von den Netzbetreibern entwickelt wurden fährt man besser, da man hier vor unangenehmen Überraschungen geschützt ist. So kann die Telefongesellschaft einem hier nicht nachträglich in den Geldbeutel langen und Gebühren erheben (wie gerade bei der Papierrechnung von Vodafone geschehen. Die kostete bisher nichts extra, und jetzt verlangt Voda dafür auf einmal 1,50 Euro und dass in einem laufenden Vertrag)

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