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28.11.2016

16:49 Uhr

Energie-Management

Die Börse sendet das Ladesignal

VonSteffen Ermisch

Die Preise an der Strombörse ändern sich alle Viertelstunde. Das nutzt intelligente Technik, um Strom zu sparen. So können Mittelständler auch ohne eigenen Zugang zur Strombörse von schwankenden Preisen profitieren.

In der Leipziger Energiebörse EEX arbeitet ein Mitarbeiter im Bereich Marktsteuerung. dpa

Die Börse sendet das Signal zum Stromsparen

In der Leipziger Energiebörse EEX arbeitet ein Mitarbeiter im Bereich Marktsteuerung.

KölnSeit April fahren im baden-württembergischen Hohenlohekreis vier Elektrobusse im Nahverkehr. Wie üblich werden sie nach Betriebsschluss an Ladesäulen geklemmt. Ungewöhnlich ist: Der Strom fließt nicht sofort, sondern nur, wenn er besonders günstig ist. Im Viertelstundentakt ändern sich die Tarife der Strombörse. Eine Software hilft, niedrige Preise bei Überangeboten auszunutzen.

Betrieben und mit Strom beliefert werden die Ladesäulen vom Münchener Start-up eeMobility. Zu den Vorlieferanten gehört Next Kraftwerke. Das Unternehmen, das ein virtuelles Kraftwerk mit knapp 3.000 dezentralen Anlagen betreibt, bietet einen variablen Stromtarif an und hilft Kunden mit seinen IT-Systemen, ihren Verbrauch an der Marktlage auszurichten.

Die wichtigsten Unternehmen im Bereich Erneuerbarer Energien

Platz 8: Sinovel

Um das Jahr 2011 gehörte Sinovel lange zu den größten Windkraftanlagenherstellern der Welt. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der chinesische Konzern einen Umsatz in Höhe von 484 Millionen US-Dollar.

Quelle: Statista.com

Platz 7: Renewable Energy

Die Renewable Energy Corporation ist bereits seit 1994 für Photovoltaik-Module tätig. Der Solarmodulhersteller aus Norwegen hat im Jahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gemacht.

Platz 6: Solarworld

Bei dem angeschlagenen deutschen Konzern Solarworld scheint es wieder besser zu laufen. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der in Bonn ansässige Solarstromtechnologiekonzern einen Umsatz von rund 573 Millionen US-Dollar.

Platz 5: Shunfeng International Clean Energy

Die Shunfeng International Clean Energy aus China ist ein im alternativen Energiebereich führender Lösungsanbieter. Der Umsatz des Konzerns lag 2014 bei 768 Millionen US-Dollar.

Platz 4: Ming Yang

Im Bereich Windkraftanlagenhersteller gibt es eine Reihe von unterschiedlich strukturierten Unternehmen. Ming Yang aus China ist seit 2006 aktiv. Der Konzern hat im Jahr 2014 den Umsatz auf rund 779 Millionen US-Dollar gesteigert.

Platz 3: First Solar

Der US-amerikanische Solarriese will in Zukunft mit Sunpower gemeinsame Sache machen und eine neue Firma gründen. Bis dahin verdient First Solar gut: Im Jahr 2014 wurde ein Umsatz in Höhe von 2,79 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Platz 2: Enercon

Enercon steigerte 2013 seinen Umsatz auf 4,88 Milliarden US-Dollar. Der Windkraftanlagenhersteller aus Aurich will ab dem ersten Quartal sein Wartungskonzept zunächst in Deutschland umstellen. Die Umstellung soll vor allem Kosten sparen.

Platz 1: Vestas

Der Weltmarktführer für Windräder hat 2014 den meisten Umsatz gemacht – 6,91 Milliarden US-Dollar. Zuletzt meldete das dänische Unternehmen Probleme mit Mitarbeitern, die mithilfe überhöhter Rechnungen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben könnten.

Mit der Technik könnten auch Unternehmen ohne eigenen Zugang zur Strombörse von schwankenden Preisen profitieren, sagt ein Unternehmenssprecher. „Gleichzeitig tragen unsere Kunden dazu bei, die volatile Energieerzeugung der Erneuerbaren und den Verbrauch zeitlich stärker in Einklang zu bringen.“

Fachleute sagen schon lange, dass für die Energiewende eine Flexibilisierung der Stromnachfrage ein wichtiger Hebel sei – um teure Stromspeicher zu ersetzen. Bisher sind es vor allem Großunternehmen, die sich etwa durch ein kurzfristiges Herunterregeln von Kühl- oder Heizungsanlagen Einkünfte am Markt für Regelenergie sichern.

Pilotprojekte der Deutschen Energie-Agentur (dena) mit Mittelständlern verschiedener Branchen in Süddeutschland haben ergeben, dass es bei 70 Prozent der Teilnehmer Potenzial für eine Flexibilisierung gibt. Als Bremse wirke aber, dass die Erschließung für viele Firmen bisher zu komplex ist.

Niedrigschwellige Angebote wie der variable Stromtarif von Next Kraftwerke könnten nun Schwung bringen. Fast jeder Mittelständler hat irgendwo Stromverbraucher wie Pumpen oder Kälteanlagen, die man flexibel steuern kann, so das Unternehmen „Der Markt steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung.“

Kommentare (1)

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29.11.2016, 17:08 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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